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Auf der eingezäunten Fläche soll im kommenden Jahr das Bootshaus entstehen.

Münchner Yachtclub

Nach dem Inferno: Lücke schließt sich 2017

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Starnberg - Vor einem Jahr ist das Bootshaus des Münchner Yachtclubs abgebrannt. Im Spätsommer des kommenden Jahres soll ein Ersatz fertig sein. Die Brandursache für das verheerende Feuer wird wohl nie geklärt.

Es war eine Feuersbrunst, wie sie im Landkreis selten passiert. Am späten Freitagabend des 6. November 2015 ist das denkmalgeschützte Bootshaus des Münchner Yachtclubs (MYC) abgebrannt. Es ist regelrecht verglüht, wie sich später herausgestellt hat. Die Temperatur war so hoch, dass jegliche Spurensuche nach dem Auslöser des Feuers im Sande verlief. Ein Jahr nach dem Unglück ist die Ursache immer noch unklar – und wird es auch bleiben.

Das Feuer war auch für die rund 100 Brandbekämpfer außergewöhnlich. Vom Wasser und vom Land aus versuchten sie, das Bootshaus zu retten – ohne Erfolg. Aber die Helfer schafften es, dass das Feuer nicht auf die anderen Gebäude übersprang. Das Clubhaus hat nichts abbekommen, die Fassade der Bootshalle war nur verkohlt. Einige Boote trugen Schäden davon. Und nachdem die Reste des brennenden Bootshauses in den Hafen gefallen waren, legten die Feuerwehrmänner eine Ölsperre.

Der Schaden betrug mehrere 100 000 Euro. Einspringen wird voraussichtlich die Versicherung, da sind die MYC-Verantwortlichen nach wie vor zuversichtlich. Das Unglück vom 6. November ist stets präsent: Der prominente Platz am Ufer ist nach wie vor eingezäunt, der Blick auf die brachliegende Fläche frei. Pläne für einen Ersatz hat der MYC schon lange, und das für Haus und Hof zuständige Vorstandsmitglied Andreas Ubrig ist guter Dinge, dass der Verein vor dem Beginn der neuen Segelsaison schon die Bodenplatte für ein neues Bootshaus schaffen kann.

„Die Gründung ist an dieser Stelle ein Problem“, sagt er. „Wir wollen nicht, dass es absinkt.“ Deshalb fasse man eine Pfahlgründung mit Ringankern und Spundwänden ins Auge. „Wir wollen Anfang der Saison mit dem Bau beginnen“, sagt Ubrig. „Das neue Gebäude entsteht in Holzbauweise – und Gründlichkeit geht vor Geschwindigkeit“, unterstreicht er.

Von den Maßen her soll der Neubau dem verbrannten Altbau sehr ähnlich sein. In dem rund 30 mal 15 Meter großen Haus sollen wieder Bettenlager für die Jugend Platz finden, Spinde für die Clubmitglieder und Lagerplätze für Regatta-Utensilien. Im Gegensatz zum alten Haus werde es eine zweite Treppe als Fluchtweg geben, sagt Ubrig. „Eigentlich soll es wieder so werden, wie es war.“

Insgesamt ist das vergangene Jahr für den MYC recht gut gelaufen. Nicht nur in sportlicher Hinsicht. Die Segelbundesliga, deren Ausrichter der Starnberger Verein heuer war, ist gut gegangen. „Wir mussten alle ein bisschen zusammenrücken, aber das haben wir sportlich gesehen“, sagt Ubrig. Sämtliche Regatten seien planmäßig abgehalten worden, dazu habe es einige Festivitäten im Club gegeben.

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