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Acht von 13 Ausländerbeiräten: Xiurong Cai (China), Peter Zoth (Österreich), Hakan Seyhan (Türkei), die stellvertretende Vorsitzende Larissa D’Avila da Costa (Italien, Brasilien), Ayse Weichel (Türkei), Vorsitzender Klaus Brandtner (Österreich), Emilija Stojanovska (Bulgarien) und Anton Anzic (Kroatien).

Nur ein halbes Jahr im Amt

Nach Meinungsverschiedenheiten: Vorsitzende des Ausländerbeirats treten zurück

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Nach nur wenigen Monaten im Amt, sind die Führungspersonen des landkreisweiten Ausländerbeirats zurückgetreten. Hintergrund sind offensichtlich auch Meinungsverschiedenheiten.

Landkreis – Erst im November 2018 hatte sich der Ausländerbeirat neu formiert, normalerweise wird es für fünf Jahre gewählt. Nun hat sich die Vorstandschaft schon wieder geändert. Bei der jüngsten Sitzung im Landratsamt wurde Klaus Brandtner zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Österreicher, der selbstständig im Vertrieb tätig ist, wohnt in Hechendorf und gehört dem Beirat seit Herbst vergangenen Jahres an. Die bisherige Vorsitzende, die Serbin Jasmina Prokic, habe ihr Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt, berichtet Brandt auf Nachfrage.

Zurückgetreten ist auch ihre Stellvertreterin, die Russin Natalia Putintseva. Offenbar nach internen Auseinandersetzungen. „Der Großteil des Beirats wollte nach dem Rücktritt der Vorsitzenden ein komplett neues Führungsteam wählen“, sagt Brandtner. Putintseva sei anderer Meinung gewesen und habe ihr Amt deshalb vor der Wahl zurückgegeben. „Sie hätte ja auch kandidieren können“, so Brandtner. Den Stellvertreter-Posten hat nun Larissa D’Avila da Costa inne, die die Nationen Italien und Brasilien vertritt.

„Es ist traurig, wie wenig bekannt der Ausländerbeirat ist“

Dem neuen Vorsitzenden liegt besonders eines am Herzen: „Es ist wirklich traurig, wie wenig bekannt der Ausländerbeirat im Landkreis ist“, sagt Brandtner. Noch dazu, weil es sich seiner Aussage nach bayernweit um die älteste Vertretung dieser Art handle. In einer aktuellen Pressemitteilung schreibt der Beirat: „Das bestehende Netzwerk soll weiter ausgebaut werden. Aufbauend auf die Erfahrungen unserer Vorgänger wollen wir mit Unterstützung moderner Medien unseren ausländischen Mitbürgern ein vielfältiges Informations- und Unterstützungsangebot zur Verfügung stellen.“

Die Beiräte informieren Neubürger über Sozialsystem oder Arbeitsbedingungen und helfen bei Behördengängen. Laut Brandtner sind es derzeit drei bis fünf Anfragen pro Monat. „Da ist Potenzial nach oben.“

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