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Detlev Wagner, Martin Schroeder, Christoph Spanke, Michael Ramstetter, Barbara Wanske, Patrick Janik, Dieter Heinze, Erika Ardelt und  Rainer Schuchmann bereiten die Vereinsgründung vor.

Starnberger Tafel

Neuer Tafel-Verein wird am Samstag gegründet

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Starnberg - Die Starnberger Tafel fiel in letzter Zeit vor allem durch jede Menge schmutzige Wäsche auf, die öffentlich gewaschen wurde. Das soll sich heute mit der Gründung eines neuen Vereins ein für alle mal ändern.

Die Frau, die wie keine andere seit fast 18 Jahren für die Starnberger Tafel steht, fehlt. „Edith Clemm war von Beginn der ersten Gespräche an über die Gründung eines Vereins für die Starnberger Tafel aktiv und begeistert dabei“, sagt Michael Ramstetter bei der Vorstellung des neuen Vereins. Allerdings habe Frau Clemm „aus Altersgründen“ den Termin am Freitag abgesagt.

Doch auch wenn sie nicht vor Ort ist, ist die engagierte Starnbergerin doch stets präsent. Immer wieder wird betont, wie sehr sie sich einbringen würde. Die Mitgliedsnummer 1 des neuen Vereins, beeilt sich Ramstetter zu sagen, sei natürlich für Edith Clemm reserviert. Und alles, was da in den vergangenen Wochen über den derzeitigen Leiter der Tafel, Detlev Wagner, verbreitet worden sei, „entspricht in weiten Teilen nicht der Wahrheit“, setzt Patrick Janik hinzu. Es ist spürbar – die anwesenden Gründer des neuen Vereins wollen einen Neustart. Aber die Stachel der Debatte der letzten Wochen sitzen offenbar tief: „Da versucht ein Anonymer, seine persönliche Agenda zu verfolgen und nimmt billigend das Ende der Tafel als Kollateralschaden in Kauf“, ereifert sich Janik. Und bleibt doch inkonkret.

Am Ende geht es aber dann doch noch um den neuen Starnberger Tafel e.V. Nach etlichen vorbereitenden Sitzungen soll der Verein am  Samstag gegründet werden. Dabei soll ein dreiköpfiger Gründungsvorstand gewählt werden. Zwei Kandidaten dafür sind schon benannt: Erika Ardelt und Patrick Janik.

Der Gründungsvorstand werde aktiv in die Mitgliederwerbung gehen, meint Michael Ramstetter. Er selbst wolle „15 oder 20 Mitglieder“ werben, verspricht er. Die anderen sollen es ihm gleichtun, damit im April auf der Mitgliederversammlung ein echter, richtiger Vorstand gewählt werden kann. Der wird fünf Mitglieder haben und von einem neunköpfigen Beirat, in dem auch Sponsoren ihren Platz finden werden, unterstützt. Dieser neue Vorstand soll dann mit dem Diakonieverein, der von Hans-Rainer Schuchmann vertreten wird, über die Übernahme der Konten, der Immobilien und der Transporter der heutigen Tafel verhandeln.

Doch was versprechen sich die Initiatoren nun genau von der Neugründung des Vereins? „Die Arbeit soll auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Verantwortlichen der Tafel wurden von der Entwicklung des vergangenen Jahres komplett überrollt und überfordert“, sagt Ramstetter. Noch Anfang 2015 seien pro Woche 70 bis 80 Menschen aus Starnberg und München zur Tafel gekommen und dort versorgt worden. Dann waren es auf einmal 200 und mehr. „Die Helferkreise haben die Flüchtlinge zu uns geschickt. Ohne Betreuung und ohne Sprachkenntnisse“, berichtet Ramstetter. Der neue Verein solle nun die „organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen schaffen, um diese ganz besondere Einrichtung am Leben zu halten.“

Natürlich seien die Helfer, aber auch die Bedürftigen eingeladen, im Verein mitzumachen. Die Helfer könnten sogar entscheiden, ob sie die 20 Euro Mindestjahresbeitrag bezahlen wollen oder nicht. „Uns geht es darum, ein demokratisches Gremium zu etablieren, um schnell reagieren zu können“, meint Ramstetter weiter. Die ersten Großspenden – etwa durch den Lionsclub – seien bereits angekündigt.

Und was sagt Edith Clemm dazu? Die Gründerin und langjährige Leiterin der Starnberger Tafel war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. So bleibt am Ende die spannende Frage, ob sie sich bei der Gründung des neuen Vereins blicken lässt. Die Mitgliedsnummer 1 ist schließlich für sie reserviert.

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