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Daumen hoch für den neuen McDonald’s: Gebietsleiter Atanas Atanasov, Franchise-Berater Thomas Kanzian und Restaurantleiter Gelu Padurariu (v. l.). Weil ein Blitzschlag am Dienstagabend den Parkplatz traf und das Internet lahmlegte, hatte sich die Fertigstellung etwas verzögert.

Nach tagelangen Umbauten

Das ist neu bei McDonald’s in Starnberg

Die McDonald’s-Filiale in der Münchner Straße ist für mehrere hunderttausend Euro modernisiert worden. Seit gestern Nachmittag hat das Restaurant nach viertägiger Umbauphase wieder geöffnet.

Starnberg – Lieferservice nach Hause, Bestellung und Bezahlung übers Handy, Drive-in-Service auf dem Parkplatz – so schauen die Zukunftspläne von McDonald’s aus. Damit auch das Starnberger Restaurant die nächste Fast-Food-Stufe erklimmen kann, wurde in den vergangenen Tagen schwer gewerkelt.

Kunden sollen künftig schneller bedient werden

„Wir müssen uns an die steigende Mobilität der Kunden anpassen“, sagt Thomas Kanzian (57). Er ist Franchise-Berater bei McDonald’s und damit unter anderem für die Starnberger Filiale zuständig, die zum Gastro-Imperium von Michael E. Heinritzi gehört. Der Geschäftsmann aus Kitzbühel ist mit 50 McDonald’s-Restaurants in Deutschland und Österreich der größte Franchisenehmer des Burgerbraters in Europa.

Größte optische Änderungen: Im Eingangsbereich stehen nun zwei weitere „Kioske“ – Terminals, an denen der Kunde bestellen und bezahlen kann. Und die Theke ist nun unterteilt in „Bestellen“ und „Abholen“. Das Unternehmen verspricht sich davon eine schnellere Bedienung der Kunden. Auch die digitale Angebotstafel ist neu, ebenso „die hochwertige Siebträger-Kaffeemaschiene zur Zubereitung von Barista-Kaffee“, wie Heinritzi-Gebietsleiter Atanas Atanasov erklärt.

Starnberger Filiale ist unter den ersten, die modernisiert wurden

Neben diesen offensichtlichen Neuerungen verändert sich vor allem das Konzept der Essenszubereitung und -ausgabe. Bislang bereitete McDonald’s bestimmte Burger auf Vorrat zu – mit der Folge, dass sie weggeworfen wurden, wenn sie nach zehn Minuten nicht verkauft waren. Künftig werden die Produkte erst bei Bestellung zubereitet, was die Menge der weggeschmissenen Lebensmittel praktisch ganz reduzieren soll. Die längere Wartezeit muss der Kunde nicht an der Theke verbringen. Sobald er bestellt und bezahlt hat, erhält er einen sogenannten „Token“, eine Art Sender, und setzt sich ins Restaurant. Ist seine Bestellung fertig, kann über mehrere Antennen im Raum die Position des Tokens bestimmt werden – und ein Mitarbeiter bringt das Essen.

Damit nicht genug: In den Großstädten testet McDonald’s bereits weitere Dienstleistungen wie den Lieferservice nach Hause. Sobald diese umgesetzt werden, kann auch Starnberg dabei sein. Die Voraussetzungen wie die erforderliche Software sind durch den Umbau geschaffen. Die am 18. Dezember 1999 eröffnete Filiale ist damit im ersten Viertel der insgesamt 1476 Filialen in Deutschland vertreten, die bis übernächstes Jahr modernisiert sein sollen.

Die Entwicklung des Konzerns macht Franchiseberater Kanzian bereits seit 37 Jahren mit – und er staunt vor allem über das Wachstum des Angebots: „Wir hatten früher sieben Produkte im Angebot, Heute müssen wir bis zu 37 Speisen produzieren können.“

Von Michael Dudkowiak

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