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Alles vorbereitet für Montag: Im Seebad sind die Wege und Abstände klar markiert. 

Seebad öffnet wieder

Nach zweieinhalb Monaten Schließung: Platz wie nie im Starnberger Strandbad

Nach zweieinhalb Monaten Schließung kann das Starnberger Seebad am Montag wieder öffnen – allerdings sehr eingeschränkt. Zugänglich sind weder Hallenbad noch Sauna. Nur das Strandbad ist geöffnet, in dem Besucher sehr viel Platz haben – Gedränge wird es also nicht geben.

Starnberg– An einem heißen Sommertag ist das Starnberger Strandbad am Seebad normalerweise so voll, dass man vorsichtig sein muss, nirgends draufzutreten. Das wird in diesem Sommer garantiert anders sein, denn ab Öffnung des Strandbades am Montag, 8. Juni, ist die Besucherzahl strikt auf 500 begrenzt. Das ist nicht die einzige Einschränkung.

Das Seebad-Team um Betriebsleiter Christian Herrmann habe schon lange an Hygienekonzepten gearbeitet für den Fall, dass das Bad zumindest teilweise wieder öffnen kann, teilte das Rathaus am Freitag mit. „Dabei hat sich das Team an den Corona-Schutzverordnungen und Empfehlungen, die aus der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hervorgehen, orientiert“, erklärt Rathaussprecherin Lena Choi. Als der Freistaat vor etwas mehr als einer Woche die Öffnung teilweise zuließ, konnte die Umsetzung beginnen. Immer klar war, dass das Hallenbad und der Saunabereich geschlossen bleiben müssen.

Die wichtigsten Punkte:

Kontaktdaten: Besucher müssen ab Montag am Eingang ihre Kontaktdaten angeben – so lässt sich im Fall einer Coronavirus-Infektion nachvollziehen, wer als Kontaktperson in Betracht kommt. Das Formular kann auch schon vorher auf www.seebad-starnberg.de heruntergeladen und ausgefüllt mitgebracht werden.

Hygieneregeln:Im gesamten zugänglichen Seebad gelten die üblichen Corona-Regeln. Direkt am Eingang bzw. am Kassenbereich werden Badegäste bereits auf die wichtigsten Verhaltensregeln durch Plakate hingewiesen, auch ein Desinfektionsspender steht bereit, erklärt Lena Choi. Um den nötigen Abstand von 1,5 Metern zu wahren, sind auf dem Boden Abstandsmarkierungen angebracht. Am Haupteingang wurde ein getrennter Bereich für den Ein- und Ausgang eingerichtet und entsprechend markiert.

Besucher-Obergrenze: Nach den Vorgaben der Staatsregierung müssen pro Badegast auf der Liegewiese 20 Quadratmeter Platz sein, damit die nötigen Abstände gesichert sind. Da die Wiese des Strandbades 10 000 Quadratmeter hat, ergibt sich die Maximalzahl von 500 Badegästen. Parzellen-Markierungen wie in Feldafing werde man nicht aufbringen, sagt Lena Choi, aber am Eingang über das Drehkreuz die Besucherzahl ermitteln.

Umkleiden/Duschen:Umkleidekabinen und Duschen im Innenbereich des Seebades müssen geschlossen bleiben, zumindest vorerst. „Dafür stehen den Gästen zwei Außenduschen sowie zwei Umkleideschnecken auf der Liegewiese des Strandbads zur Verfügung. Die zum Strandbad gehörenden Toiletten sind geöffnet und werden nach strengen Hygienevorschriften gereinigt und desinfiziert. Dort dürfen sich gleichzeitig nur drei Personen aufhalten.“

Liegestühle/Spielgeräte: Besucher können ihre eigenen Liegen mitbringen, aber auch Liegestühle ausleihen, die jeweils desinfiziert werden. Kleinkinderbecken und Kinderspielplatzbereich sind offen, Aufsicht der Eltern ist Pflicht. Eine gastronomische Versorgung sei gesichert. Beachvolleyballfeld, Tischtennisplatten, Boccia, Kicker und die bei Kindern beliebte Krake im See sind gesperrt bzw. nicht vorhanden. Grund: Dort drängeln sich erfahrungsgemäß viele Menschen.

Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten des Strandbades sind unverändert, also bei geeignetem Wetter jeden Tag von 9 bis 19 Uhr, im Bedarfsfall auch länger.

Preise: Die Eintrittspreise bleiben unverändert, obwohl sie regulär für Strandbad und Hallenbad gelten – Letzteres ist aber zu. Lena Choi begründet diese Maßnahme der Stadt mit den gleichbleibenden Kosten bei geringerer Besucherzahl. Und es gibt noch einen Vorteil, den man sonst nicht hat: mehr Platz, kein Gedränge. Es werden ausschließlich Tageskarten verkauft zum Preis von 5 Euro (ermäßigt 3,50 Euro, Familienkarte 15 Euro). Saisonkarten gibt es heuer nicht, auch online kann man nicht reservieren.

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