Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte
+
Blicken auf 20 Jahre Vereinsgeschichte zurück: Nepalhilfe-Mitglied Bernhard Dresse, Gründungsmitglied Gudrun Karstens und Gründer André Hartmann.

Jubiläum

Ein Herz für Nepal – schon seit 20 Jahren

Die Nepalhilfe Starnberg ermöglicht es Kindern, in Nepal zur Schule zu gehen. Den Verein gibt es seit 20 Jahren. Ein Rückblick auf die Anfänge – und ein Ausblick auf Projekte, die die Helfer bald umsetzen wollen.

von Alicia Schmidbauer

Starnberg – Als André Hartmann vor 21 Jahren Anil Chandra Rai bei einem interkulturellen Treffen in Feldafing kennenlernte, wurde ihm schnell klar, dass der Nepalese ein Freund fürs Leben ist. Bald stellte sich heraus, dass diese Freundschaft auch der Beginn von etwas Großem sein wird. Denn Anil Chandra Rai weckte in André Hartmann Interesse für sein Heimatland Nepal. Damit gab er den Anstoß für die Gründung des gemeinnützigen Vereins Nepalhilfe Starnberg.

Ein kleines Kunstwerk: Ein nepalesisches Schulkind zeichnete die Maya Children School

Bei einer Benefizveranstaltung am Sonntag, 11. März, blickt Hartmann mit den 53 Mitgliedern auf die zwei Jahrzehnte lange Geschichte des Vereins zurück. Zuvor spricht er mit dem Starnberger Merkur über die Anfänge: „Schon kurz nachdem ich Anil kennenlernte, trat ich meine erste Reise nach Nepal an.“ Angekommen in der Hauptstadt Kathmandu war der damals 21-Jährige von der dort herrschenden Armut tief betroffen. Unzureichende Wasserversorgung, ein fehlendes Abwassersystem, kaum finanzielle Mittel für Gesundheit und Bildung – die Missstände schockierten Hartmann. „Mir wurde schnell klar: Hier will ich helfen, etwas zu verändern.“ Innerhalb weniger Monate gründete er den Verein Nepalhilfe Starnberg.

Bildung als Schlüssel zur Veränderung

Der Musiklehramtsstudent wollte die Bildung der nepalesischen Kinder fördern. „Bildung ist so wichtig. Wir müssen leider immer wieder erleben, wie weltweit durch mangelnde Bildung Armut entsteht“, sagt Hartmann. Auch Vereinsmitglied Bernhard Dresse sieht in Bildung den Schlüssel zur Veränderung. „Wenn man Kindern eine Chance gibt, zu lernen, kann sich das Land irgendwann selbst helfen“, sagt Dresse. Weil in Nepal 74 Prozent der Bevölkerung Analphabeten seien, müsse gerade dort Bildung gefördert werden, sind sich André Hartmann, Bernhard Dresse und Gründungsmitglied Gudrun Karstens einig.

ABC-Schützen in Aktion: In der Maya Children School lernen die Kinder unter anderem Lesen und Schreiben.

Deshalb gründeten sie kurz nach Entstehen des Vereins zusammen mit Anil Chandra Rai im Kathmandu-Tal die Maya Children School. Anfangs unterrichteten dort zwei Lehrer zwei Klassen mit insgesamt 40 Schülern. 20 Jahre später hat sich Einiges getan: Heute kümmern sich sechs Lehrer um 200 Schüler in sieben Jahrgängen.

Die Kinder lernen eifrig

In der Schule gibt es jeden Freitag ein warmes Mittagessen, auch ein Computerraum ist seit Kurzem vorhanden. Das alles ist für die Schüler, überwiegend Waisen oder Kinder arbeitsloser Eltern, kostenlos. Um am Unterricht teilzunehmen, legen manche Schüler bis zu fünf Kilometer zu Fuß zurück – Schulbusse gibt es in Nepal nicht. Trotzdem zeigen die Kinder großen Lerneifer, berichtet Hartmann. Sie würden sich sogar in den Ferien treffen, um Lesen zu üben oder Matheaufgaben zu lösen.

Nach zwei Jahrzehnten soll es mit der Nepalhilfe weiter vorangehen. „Unser Herz brennt für Nepal“, betont Karstens. Es gibt Zukunftspläne, um die nepalesischen Kinder zu fördern: Schüler sollen fünfmal wöchentlich mit einer warmen Mahlzeit versorgt, das Schulgebäude um mehrere Räume erweitert werden. Dadurch könnten Schüler eine längere Schulausbildung und einen besseren Abschluss erhalten – der den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht. „Um diese Pläne zu verwirklichen, ist die Nepalhilfe Starnberg auf Spenden angewiesen“, sagt Hartmann. Er freue sich daher über jeden, der mit Spenden helfen möchte.

Benefizveranstaltung am 11. März

Interessierte können sich mit den Organisatoren bei der Veranstaltung am Sonntag, 11. März, austauschen. Diese findet im Kino Museum Lichtspiele in der Lilienstraße 2 in München statt. Es läuft „Nach Regen kommt Sonne – Lichtblicke für Nepal“. Der Einlass beginnt um 10.15 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Anschluss beantworten Hartmann und Filmemacher Nicolai Baehr Fragen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mit Wachstum gegen höhere Gebühren
Das Schmutzwasser im Landkreis Starnberg wird teurer. 
Mit Wachstum gegen höhere Gebühren
Beliebte DAV-Hütte wiedereröffnet: Es gibt schon besonders angesagte Speisen
Seit einer Woche sind in der Tutzinger Hütte am Fuße der Benediktenwand neue Wirte am Start. 
Beliebte DAV-Hütte wiedereröffnet: Es gibt schon besonders angesagte Speisen
Mit 146 km/h über die Bundesstraße
Mit 146 km/h bei erlaubten 100 km/h war am Mittwoch ein Autofahrer auf der B2 zwischen Gut Kerschlach und Weilheim unterwegs. Zum Glück war Blitzmarathon. 
Mit 146 km/h über die Bundesstraße
Mann (25) parkt ohne Rücksicht aus - zwei Businsassen bei Notbremsung verletzt
Wegen eines drohenden Unfall hat ein Busfahrer eine Notbremsung durchgeführt. Dabei wurden zwei seiner Fahrgäste verletzt.
Mann (25) parkt ohne Rücksicht aus - zwei Businsassen bei Notbremsung verletzt

Kommentare