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Die Arbeiten laufen: Franco und Carla Martini (l.) mit ihrer Tochter Francesca und derem Freund Daniele.

Gastronomie

Fisch frisch wie aus dem Friaul

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Der Name des Lokals steht bereits fest: La Vineria – in goldenen Lettern gedruckt auf weinrotem Grund. Bis die ersten Gäste die neue Trattoria an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Starnberg betreten dürfen, müssen Franco Martini und seine Familie noch die Ärmel hochkrempeln.

Starnberg – Franco Martini hat die Zeit, Francesca (30), der Tochter seiner Frau Carla, und derem Freund Daniele (32) logistisch beim Start in die Selbstständigkeit unter die Arme zu greifen. Denn Martinis mittlerweile kultiges Eis-Café „GelatOK“ auf dem Wittelsbacher Platz in Starnberg ruht derzeit im Winterschlaf. Bis dort im März die Saison wieder beginnt, soll das Weinrestaurant „La Vineria“ aus der gröbsten Umbauphase heraus sein.

Das Interieur des vormaligen Restaurants „Al Torchio“ haben die neuen Betreiber der gastronomischen Immobile komplett herausgerissen. Allein der noch recht junge Kernbereich der Küche, gefertigt aus Edelstahl, mit Kochstellen, Öfen, Abzug etc. bleibt erhalten. Ansonsten wird sich das Lokal den Gästen wesentlich freundlicher präsentieren als bisher. Helles, naturbelassenes Eichenholz, italienische Keramikfliesen und Glas sind die beherrschenden Elemente der neuen Einrichtung.

Kulinarisch werden der Wein und die Spezialitäten des Friaul – die ursprüngliche Heimat der neuen Betreiber des Lokals – im Mittelpunkt stehen. Es wird zwanglos zugehen im „La Vineria“, so wie man es kennt aus den zahllosen Trattorien auf dem italienischen Stiefel.

Lieblingstropfen kann auch mit nach Hause genommen werden

Man trifft sich auf ein Glas Wein und lässt sich beim Aperitivo den weltberühmten Schinken aus San Daniele – in der Nähe dieses Ortes haben die jungen Wirtsleute gelebt –, Wurst, Käse, etwas Pasta und Brot schmecken. Und wem der Tropfen gemundet hat, kann ihn auch für den Weingenuss in den eigenen vier Wänden mit nach Hause nehmen. Ein italienischer Sommelier wird die Gäste gerne beraten.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Weinangebotes kommt verständlicherweise aus dem Friaul, aber auch aus anderen Weinanbaugebieten, wie zum Beispiel Schaumweine aus dem Trentino. An Themenabenden werden Vertreter italienischer Weingüter ihre Produkte präsentieren und deren Herstellung erklären.

Wer größeren Appetit mit ins „La Vineria“ bringt, der wird mit Mittags- und Abendtisch zufriedengestellt. Es wird eine überschaubare Spesekarte geben mit authentischen Gerichten aus dem Friaul und aus den anderen italienischen Landesteilen. Francesca und Daniele beziehen zum Beispiel das Olivenöl vom Gardasee oder die Oliven aus Puglia. Wer sich im Friaul auskennt weiß, dass Fisch dem Fleisch dort den Rang abläuft. Das wird auch in der Starnberger Trattoria so sein. „Fleischgerichte bieten die anderen Lokale zu Genüge an“, erklärt Franco Martini. Ergänzt wird die Standardkarte durch mindestens zweimal in der Woche wechselnde Tagesgerichte.

Quereinsteiger mit Leidenschaft fürs Kochen

Das junge Wirtepaar Francesca und Daniele sind keine gelernten Gastronomen. Die 30-Jährige hat sich ihr Jurastudium in Italien durch Jobs in der Gastronomie finanziert. Ihr Freund Daniele kommt aus dem Maschinenbau. Aber beide eint die Leidenschaft für gutes Essen. Und damit die Speisen im „La Vinera“ fachgerecht und perfekt zubereitet auf die Teller kommen, wird am Herd ein professioneller Koch wirken – ebenfalls importiert aus Italein.

Wenn es keine unerwarteten Verzögerungen beim Umbau des Lokales gibt, soll Mitte März die Eröffnung sein. Und in den Sommermonaten wird auch die Terrasse vor dem Lokal zum Genuss einladen. Starnbergs Gourmetfreunde dürfen gewiss sein: Wenn das kulinarische und gastliche Angebot nur halbwegs mit dem symphatischen Auftritt des aufgeschlossenen jungen Wirtepaars mithält, wird die Trattoria ein Gewinn für die Kreisstadt sein.

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