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Dehnen und strecken: Hannelore Hartmann, Josef Penzkofer, Eva John, Hannelore Uffelmann und Renate Wagner haben das neue Fitnessgerät auf der Kneippanlage gestern gleich getestet. 

Idee des Kneippvereins 

Neue Fitnessstangen in Starnberg: Der Anfang eines kleinen Parcours? 

Auf der Starnberger Kneippanlage ist am Dienstag ein Dehn- und Streckgerät eingeweiht worden. Es könnte der Anfang eines kleinen Parcours sein.

Starnberg – Was ist denn da los? Seit Dienstag gehen die Mitglieder des Starnberger Kneippvereins auf ihrer Anlage nicht mehr nur kneippen, sondern hängen auch noch zwischen den Stangen eines neuen Dehn- und Streckgeräts. Und nicht nur sie: Bei der kleinen Einweihungsfeier zeigte auch Bürgermeisterin Eva John einen Spagat an den Stangen.

Das öffentlich zugängliche Dehn- und Streckgerät ist die neue Attraktion der Anlage Am Mühlbergschlössl. Die horizontal und vertikal aneinander montierten Stangen stellen vor allem für Senioren eine schöne Möglichkeit dar, ihre Beweglichkeit zu trainieren. Und auch die Lage ist gut. „Das Gerät steht mitten in der Stadt zwischen Bäumen und nicht weit von einer Bushaltestelle“, sagte John.

Über einen Fitnessparcours oder einen Spielplatz für Senioren war in den vergangenen Wochen eine neue Diskussion aufgeflammt, nachdem die Stadt erfolglos nach einem Standort gesucht hatte. Verärgert darüber zeigte sich vor allem CSU-Stadtrat Gerd Weger, auf dessen Initiative hin sich der Starnberger Bauausschuss für eine entsprechende Planung ausgesprochen hatte. Ist das Fitnessgerät auf der Wiese der Kneippanlage nun ein Kompromiss?

Als Ergänzung zum Kneippweg gedacht

Die konkrete Idee zu diesem Gerät sei vom Kneippverein gekommen, betonten Vorsitzende Renate Wagner und ihre Stellvertreterin Hannelore Hartmann. „Wir haben gedacht, es wäre eine schöne Ergänzung zum Kneippweg. Nach dem Kneippen kann man sich durch Dehnübungen aufwärmen.“

Bei Eva John rannten sie damit offene Türen ein. Die Stadt hat die gesamten Kosten in Höhe von 3500 Euro übernommen. Gemeinsam mit drei Kollegen hat Josef Penzkofer vom Betriebshof innerhalb von vier Tagen das Gerät aufgebaut. „Wir haben es in den Boden gesetzt und den Aufprallschutz aus Gummigranulat verlegt“, erklärte Penzkofer. „Zusätzlich haben wir einen Kiesweg angelegt und drei Bänke aufgestellt. Mitte Oktober montieren wir noch ein Hinweisschild, auf dem Nutzer Übungsvorschläge nachlesen können.“

Für vier weitere Fitnessgeräte bietet die Wiese Platz. Verein und Stadt hoffen nun auf Gespräche mit dem Seniorenbeirat. „Wir würden es befürworten, wenn der Seniorenbeirat mit dem Wunsch nach weiteren Geräten auf uns zukäme“, sagte John. „Vielleicht kommt es ja zur Kooperation.“ Weitere Geräte könnten auch ein guter Kompromiss für Gerd Weger sein, findet die Bürgermeisterin. Sollte der Seniorenbeirat diese Möglichkeit nutzen, ist der Ausbau der Seniorenfitnessanlage für nächstes Frühjahr angesetzt.

Vanessa Lange

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