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Stadtrat 

Das neue Starnberger Radwegekonzept

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Gautinger und Petersbrunner Straße im Gewerbegebiet bekommen neue Rad- und Gehwege. Bis zu drei Millionen Euro ist dem Stadtrat die Umsetzung wert.

Starnberg – Seit Mitte vergangenen Jahres saß Stadtbaumeister Stephan Weinl mit zwei Rathausmitarbeitern zusammen und hat getüftelt: Wie kommen Fußgänger und Radfahrer im Gewerbegebiet zu ihren Rechten, wenn sich dort nach Straßenumbau und Tunnelbau die Verkehrsströme verlagern? Das Ergebnis kann sich ganz offenbar sehen lassen. CSU-Fraktionschef Ludwig Jägerhuber etwa fand am Montagabend im Stadtrat nur lobende Worte: „Diese Planung ist in sich sehr schlüssig. Wir sollten ein positives Signal geben.“

„Fußgänger und Radfahrer müssen sich sicher bewegen können“, gab Weinl als oberstes Ziel heraus. Darüber hinaus komme es darauf an, das Radwegenetz in Starnberg in Nord-Süd- und in Ost-West-Richtung zu verbessern. Das will die Verwaltung mit umfangreichen Baumaßnahmen erreichen, für die der Stadtrat am Montag gegen die Stimmen von WPS, BMS und Professor Otto Gaßner (UWG) bis zu drei Millionen Euro freigegeben hat.

Petersbrunner Straße:Die bisherige Sackgasse wird im Zuge des B 2-Tunnel-Projekts zur wichtigsten Erschließungsstraße des Gewerbegebiets. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2019 und damit noch vor Beginn des Tunnelbaus soll der Durchstich der Petersbrunner Straße zur B 2 vollzogen werden. Und noch davor will die Stadtverwaltung dort Geh- und Radwege anlegen. Weinl: „Wir wollen dieses Jahr fertig planen und nächsten Jahr bauen.“

Die Petersbrunner Straße gewinnt auch für die Radler eine herausragende Bedeutung. Da nämlich entlang der B 2 nicht genügend Platz für einen Radweg ist, soll die Petersbrunner Straße künftig die Radler aus Richtung Osten aufnehmen und nach Norden führen. Wichtigste Rad-Verbindung in Richtung Innenstadt wird dann die Perchastraße.

Dafür ist auf der Nordostseite der Petersbrunner Straße von der B 2 bis kurz vor der Gautinger Straße ein Geh- und Radweg für beide Fahrtrichtungen vorgesehen. Dort seien zur Fahrbahn hin zudem Parkbuchten und Baumpflanzungen möglich, erklärte Weinl. Wie der Kreuzungspunkt mit der Gautinger Straße genau ausgestaltet wird, steht noch nicht fest. Auf der gegenüberliegenden Seite der Petersbrunner Straße entsteht ein durchgehender Fußweg.

Gautinger Straße: Sie erhält auf beiden Seiten einen Fußweg mit Breiten zwischen 3 und 3,50 Meter, der auch für Radler freigegeben wird. Diese Baumaßnahmen sind in einem zweiten Bauabschnitt nach Fertigstellung der Petersbrunner Straße geplant. Mit den neuen Wegen auf diesen beiden Straßen sieht Weinl die Sicherheit für Radler und Fußgänger in dem Gebiet als gewährleistet.

Moosstraße:Dort sind keine Änderungen geplant. „Die Moosstraße gibt es nicht her, die Wege zu verbreitern“, sagte Weinl. „Man kann ihr eine untergeordnete Rolle zuschreiben.“

In einer ersten Kostenschätzung geht der Stadtbaumeister von 2,2 Millionen Euro aus, die für das Projekt nötig sind. Da Kostensteigerungen, etwa durch die Entsorgung von Aushub, nicht ausgeschlossen werden können, hat der Stadtrat drei Millionen Euro für die Finanzplanung bereitgestellt.

Dabei hoffen Verwaltung und Stadtrat darauf, möglichst viel, im besten Fall sogar alles vom Freistaat zurückzubekommen. Schließlich handele es sich „um eine indirekte Maßnahme, die durch den Tunnel erzwungen wird“, sagte Markus Mooser (WPS). Bürgermeisterin Eva John will diesbezüglich mit der Regierung von Oberbayern verhandeln. Dort sei bereits der Antrag gestellt, im Zuge des Tunnelbaus die Gautinger Straße zur Ortsstraße ab- und die Petersbrunner Straße zur Staatsstraße hochzustufen – auch in der Hoffnung auf eine höhere staatliche Kostenbeteiligung.

Mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim und mit dem Landratsamt seien die Pläne bereits diskutiert. „Grundsätzlich besteht Einvernehmen mit der Planung“, heißt es in der Rathausvorlage.

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