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Der junge Vorstand der Wasserwacht Pilsensee (v.l.): Bettina Baumann, Martin Wunderl, Maria Neuberger, Marina Frank, Susanne Breuer, Manuela Wunder, Timo Kämpf, Simone Schöttner und Maximilian Jost.

BRK-Wasserwacht Pilsensee

Seefelder Retter packen kräftig an

Seefeld  - Die neue Wasserwachtstation am Pilsensee soll im Mai bezogen werden. Das sollte klappen, weil die ehrenamtlichen Helfer kräftig mit anpacken.

Die Vorfreude ist groß: In diesem Frühjahr wollen die Mitglieder der BRK-Wasserwacht Pilsensee ihre neue Rettungsstation am Campingplatz in Seefeld beziehen: „Dieser Bau ist ein Kraftakt, dessen Planung uns bereits seit sieben Jahren beschäftigt“, erinnerte Ex-Chef Ingo Cada bei der Mitgliederversammlung der Wasserretter am vergangenen Freitag. Cada strebt nach höherem in der Kreiswasserwacht und gab bei der Versammlung das Amt des Vorsitzenden an Susanne Breuer ab, die von den Mitgliedern zur Nachfolgerin gewählt wurde. Die 47-Jährige packt jetzt zusammen mit den Aktiven und Jugendlichen weiter kräftig an:„Wir freuen uns alle, dass die Station endlich steht. Doch nun beginnt der Innenausbau, der die Arbeit aller Mitglieder erfordert“, appellierte sie: „Wenn alle anpacken, schaffen wir das bis zum Wachbeginn im Mai.“

Der Rohbau für die neue Station wurde nach Auskunft der neuen Vorsitzenden Ende November in Holzständerbauweise an nur einem Tag errichtet. Die alte Station, in der es den Aktiven zuletzt viel zu eng geworden war, hatte zuvor ein Privatmann aus Dachau fein säuberlich abgetragen und eingelagert. „Das Material wird für einen Privatbau wiederverwendet“, weiß die Vorsitzende. Die Wasserwacht habe sich so die Kosten für den Abbruch gespart, der mit 15 000 Euro zu Buche geschlagen hätte.

Das kommt den Rettern natürlich sehr gelegen: Insgesamt haben sie laut Breuer für den Neubau ein Budget von 250 000 Euro, 100 000 davon sind ein zinsloses Darlehen des Landkreises, das die Wasserwacht abzustottern hat. Die Gemeinde Seefeld steuerte 50 000 Euro bei, zudem wurden Spenden gesammelt. Und auch der Kreisjugendring hat 30 000 Euro zugeschossen, schließlich werde am Pilsensee „eine hervorragende Jugendarbeit geleistet“, betont die Vorsitzende. Der Nachwuchs wird künftig im Obergeschoss des Hauses eine Heimat finden, der Raum werde aber auch allgemein für Ausbildungszwecke genutzt, heißt es.

Im Erdgeschoss genügt die Rettungsstation zukünftig ebenfalls allen Ansprüchen: So gibt es ab dem Frühjahr einen separaten Sanitätsraum, in dem verletzte Badegäste verarztet werden, einen Wachraum mit kleiner Küche, eine große Umkleide, Platz für die Tauchausrüstung und natürlich Platz fürs Boot. Wichtig waren den Wasserrettern überdies getrennte Toiletten für Frauen und Männer

Die Aktiven haben im vergangenen Jahr wieder viel geleistet: Technischer Leiter Timo Kämpf berichtete von 3141 Wachstunden. Dabei leisteten die Wasserretter am Pilsensee 98 Mal Erste Hilfe. Wasserretter, Bootsführer und Rettungstaucher standen von Mai bis Oktober wieder rund um die Uhr für Wasserrettungseinsätze bereit. Die Arbeit erfolge ehrenamtlich und unentgeltlich, heißt es.

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