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Neuer Direktor: Dr. Ulrich Kühn ist Chef des Amtsgerichts in Starnberg. Er kommt vom Amtsgericht München.

Justiz

„Einfach ein gut bestelltes Haus“

Das Amtsgericht Starnberg hat seit gestern einen neuen Chef. Wir haben schon mit ihm gesprochen.

Starnberg – Der 50-jährige Dr. Ulrich Kühn, verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter, hat zum 1. August offiziell die Nachfolge von Sibylle Gräfin zu Dohna angetreten, die bereits im Mai als Vorsitzende Richterin zum Oberlandesgericht wechselte. Der Starnberger Merkur stellte dem frischgebackenen Amtsgerichtsdirektor drei Fragen.

-Wie war Ihr bisheriger Werdegang innerhalb des Justizwesens?

Ich habe beim Amtsgericht Ingolstadt als Strafrechtler angefangen, bin dann zur Staatsanwaltschaft München I gewechselt. Danach war ich Referent beim Bayerischen Landesbeauftragten Datenschutz, ehe ich zum Amtsgericht München kam. Dort betreute ich nacheinander verschiedene Bereiche wie etwa Zivilrecht, die Beschwerdestelle beim Präsidenten, Verwaltungsrecht usw., war danach in der Abteilung Registergericht, ab 2010 deren Leiter.

-Was motivierte Sie, sich gerade um die Direktorenstelle des Amtsgerichts Starnberg zu bewerben? Ihre Vorgängerin erwähnte unter anderem spaßeshalber die guten Segel-Möglichkeiten.

Ich bin zwar kein Segler, spiele aber zum Spaß Volleyball, musikalisch Klarinette, und fahre gerne mit dem Rad – früher sogar zum Arbeitsplatz. Jetzt geht das wohl leider nicht mehr. Das Amtsgericht in Starnberg ist aber einfach ein gut bestelltes Haus, es gibt keinen Grund, nicht hierher zu wollen. Für mich war es der logische nächste Schritt, mal ein eigenes Haus zu leiten. Außerdem bin ich als gebürtiger Weilheimer im Münchner Süden verwurzelt, wo ich mit meiner Frau auch wohne.

-Könnten Sie Ihren neuen Aufgabenbereich auch Nicht-Juristen ein wenig erläutern?

Ich bin sozusagen für das Amtsgericht „das Gesicht nach außen“, Ansprechpartner für viele Stellen, der Repräsentant der Justiz vor Ort. Nach innen bin ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer für Personalfragen zuständig, zum Beispiel die Richterstellen. Mehr davon wären natürlich immer ein Segen, aber an meinem ersten Arbeitstag kann ich dazu nicht viel sagen. Ich selbst habe hier übrigens auch eine Richterstelle, am Familiengericht.

Interview:Thomas Lochte

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