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Baubeginn für Schanzen und Hügel: Seit gestern wird in Söcking der neue Dirtbike-Platz gebaut. Ab nächster Woche lege n Tobi Engelmann und seine Vereinskollegen selbst Hand und Schaufel an und modellieren ihre Bahnen. 

Dirtbiker

Neuer Parcours für Radlakrobaten

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Die Starnberger Dirtbiker haben wieder einen Platz. Gestern begannen die Arbeiten auf einer Fläche südlich des Sportgeländes in Söcking. In drei Wochen könnten die Radlakrobaten erste Sprünge wagen – und später jedermann. Einen Verein haben sie bereits ins Leben gerufen.

Söcking– Sprünge neben dem Sportgelände: Jahrelang hatten die Dirtbiker aus der Stadt kein Übungsgelände, nachdem der Platz am Riedener Weg aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Seit gestern wird ein neuer Platz am Sportgelände in Söcking gebaut. „Wir können uns nichts Besseres vorstellen“, sagt Tobi Engelmann, Vorsitzender des erst wenige Tage alten Vereins Bike-Anstalt. Er wird den Platz von der Stadt pachten und einen Teil der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Dirtbiker fahren Gelände-Parcours mit Sprüngen und Landungen, Schanzen und dergleichen ab. Die Fahrräder (Dirt Bike) sind Spezialgeräte mit kleineren Rahmen.

Die Fläche, bisher ein Acker, war bereits vor zwei Jahren ausgesucht worden. Die Planungen hatte ein Weilheimer Landschaftsarchitekturbüro übernommen – in enger Abstimmung mit Tobi Engelmann und Magnus Baumann, die schon den Platz am Riedener Weg mitgebaut hatten. Nur: Was hat da so lange, zwei Jahre, gedauert? „Es gibt sehr viele Vorgaben“, erklärt Bürgermeisterin Eva John. Zwar handele es sich um städtischen Grund, doch musste erst eine Zufahrt geschaffen werden. Dann benötigt man auch für einen solchen Platz eine Baugenehmigung. Die Dirtbiker wollten dann erst mit bestehenden Vereinen kooperieren, riefen schließlich aber den Verein Bike-Anstalt ins Leben, der sich formell noch in Gründung befindet. Die Stadt wollte dann Erdaushub von der Westumfahrungstrasse für den Bau verwenden, doch klappte das nicht. Und dann ist da noch der Bau an sich: Eine Firma kann sowas nicht so genau machen, wie es die Biker brauchen.

Seit gestern werden erst mal rund 700 Kubikmeter Lehm-, Sand- und Kiesgemisch verteilt, aus dem später die Sprunghügel entstehen bzw. geformt werden. Das übernimmt eine Firma. Ab nächster Woche werden Tobi Engelmann und seine Kollegen – der Verein hat derzeit zehn Mitglieder – zunächst mit Baumaschinen ihren Platz grob modellieren. „Wie steil muss der Hügel sein?“, erklärt Engelmann eine Frage, die sich dabei stellt. Danach gehen die Biker mit der Schaufel und ihren Händen in die Feinarbeit. Wer fahren und springen will, müsse bei der Instandhaltung und Verbesserung der Anlage kräftig mithelfen, teilte die Stadt mit.

„Das ist ein kontinuierlicher Prozess: Erst schaufeln, dann springen. Man kann so eine Anlage nicht auf dem Reisbrett planen. Passt der Winkel beim Absprung nicht oder bekommt man nach dem ,Turn’ doch mehr Speed als gedacht, landet man sehr schnell im Gebüsch oder auf der Nase. Und das kann gefährlich werden“, erklären Magnus Baumann und Tobi Engelmann. Und: „Wir haben darin viel Erfahrung.“ Abgesehen vom Platz am Riedener Weg haben sie schon öfter Anlagen konzipiert und Shows gezeigt. Alle Bahnen übrigens bestehen nur aus Erde, nur an wenigen Stellen kommt Holz zum Einsatz. Dirtbiken bei Regen fällt daher aus. „Das macht auch keinen Spaß“, sagt Engelmann.

Der Platz – dreimal so groß wie der alte am Riedener Weg – wird in Bereiche geteilt. Die einfachen Sprünge werden immer zugänglich sein, auch für Nichtmitglieder. Die komplizierteren Bahnen sind nur offen, wenn Vereinsmitglieder dabei sind. Tobi Engelmann rechnet damit, dass in drei Wochen die ersten Sprünge möglich sein sollten. Dann soll es auch eine kleine Einweihungsparty geben. Die Bürgermeisterin wird sich das nicht entgehen lassen: „Ich freu mir ein Loch in den Bauch, dass das geklappt hat.“

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