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Auf dieser Wiese an der Riedeselstraße sollen nach dem Wunsch der Eigentümer zwei Doppelhäuser und ein Dreispänner entstehen. Bei dem Dreispänner sollen bevorzugt Einheimische zum Zug kommen.

Gleich zwei Projekte

Neuer Wohnraum für Starnberg

Söcking - Neue Wohnungen in der Andechser Straße (siehe Kasten), neue Häuser in der Riedeselstraße: Der Bauausschuss hat am Donnerstagabend gleich zwei Wohnprojekte in Söcking auf den Weg gebracht.

Nach zwei vergeblichen Anläufen in den zurückliegenden Jahren können die Eigentümer der privaten Grünfläche nördlich der Riedeselstraße nun darauf hoffen, ihre Wiese gegenüber den neu gebauten Seniorenwohnungen am Rummelsberger Stift doch noch zu bebauen. Der Bauausschuss hat die Änderung des entsprechenden Bebauungsplans auf den Weg gebracht, bei nur einer Gegenstimme von Gerd Weger (CSU).

Zuvor hatte Stadtbaumeister Stephan Weinl auf die inzwischen stark veränderten Rahmenbedingungen hingewiesen: eine drängende Wohnungsknappheit in Starnberg und wesentlich dichtere Bebauung rund um die Grünfläche. So zum Beispiel gegenüber auf der Fläche des Rummelsberger Stiftes.

Die Eigentümer möchten auf dem Hügelgrundstück zwei Doppelhäuser und einen Dreispänner bauen. Sie sind bereit, mit der Stadt in einem städtebaulichen Vertrag zu regeln, dass bei dem Dreispänner Einheimische bevorzugt zum Zug kommen sollen. Der der Stadt gehörende Verbindungsweg zwischen Sonnenbichlweg und Riedeselstraße bleibt unverändert erhalten.

CSU-Stadtrat Weger äußerte „einige Bauchschmerzen“. Er befürchtet hinsichtlich der Dichte der Bebauung Auswirkungen auf Grundstücke der Umgebung und – wegen des Hügels – Probleme mit der Versickerung von Regenwasser. Laut Weinl ist aber für die Neubauten ein Anschluss an den vorhandenen Tagwasserkanal möglich. Wegers Fraktionskollege Ludwig Jägerhuber sprach dagegen von einer „grundsätzlich richtigen Entwicklung“. Franz Heidinger (BLS) bat, ehrenamtlich tätige Starnberger bevorzugt zu berücksichtigen.

„Das wird alles im städtebaulichen Vertrag mit den Eigentümern versucht zu regeln“, sagte Bürgermeisterin Eva John. Auch der Kaufpreis für einheimische Bewerber. Christiane Falk (SPD) war nämlich der Ansicht: „Ich sehe die Tat des Bauwerbers nicht ganz so sozial. Das ist letzten Endes eine Frage des Preises.“

Auch für das ehemals landwirtschaftliche Gebäude an der Andechser Straße 36 soll der Bebauungsplan geändert werden, damit der Eigentümer dort Wohnungen bauen kann. Das Gebäude steht leer, weil der gültige Bebauungsplan nichts anderes als eine Tierklinik zulässt – und das, obwohl die Klinik bereits seit 15 Jahren an den Truhenseeweg umgezogen ist. Der Eigentümer will das Anwesen erhalten, aber innen in sechs Wohnungen und zwei Büroeinheiten umbauen. Einstimmig hat der Bauausschuss grünes Licht gegeben, die Bauleitplanung diesbezüglich zu ändern. Zunächst müssen noch konkrete Pläne erarbeitet werden. CSU-Fraktionschef Ludwig Jägerhuber freute sich, dass durch den Erhalt der Gebäudehülle die Erinnerung an die landwirtschaftliche Geschichte des Ortsteils Söcking erhalten bleibe – und dies neben dem kleinen Dorfplatz mit dem Maibaum.   irl

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