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Neuregelung der Schülerbeförderung

Mit dem MVV zur Schule klappt bestens

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Starnberg - Die Umstellung des Schülerverkehrs auf den MVV ist problemlos verlaufen. Die Bilanz nach zweieinhalb Wochen ist so gut, dass die Stadt einen Test ohne Schulwegbegleiter startet.

Der Aufschrei bei vielen Eltern war groß, als die Stadt Starnberg ankündigte, das MVV-Bussystem auch für die Beförderung der Schüler zu nutzen. Seit 7. Januar fahren die Starnberger Grund- und Mittelschüler nicht mehr mit privaten Schulbussen, sondern mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zur Schule. Sogar der Sprecher der Initiative Pro Schulbus, Matthias Frühauf, räumt ein, dass alles in vernünftigen Bahnen abläuft.

Die betroffenen Schulen – die Grundschulen Starnberg und Söcking und die Mittelschule – bewerten die bisherigen Erfahrungen mit dem MVV positiv. „Die Umstellung auf die Buslinien hat gut funktioniert“, sagt Sonja Bode-Schuhmann von der Grundschule Starnberg. Die Kinder werden auf dem Weg zum Bus und im Bus von Aufsichtspersonen begleitet. Auch das klappe gut, sagt Bode-Schuhmann. „Die Kinder sind sehr stolz, dass sie eigenständig fahren dürfen.“ Sie gewännen dadurch Selbstvertrauen, lernten selbstständig zu handeln und animierten auch ihre Freunde dazu, mit dem Bus zu fahren.

Einziges Problem war bisher das Wetter: Einmal sei der Bus wegen des Schneeeinbruchs mittags zu spät gekommen, sagt die Starnberger Grundschulleiterin. „Aber kein Schüler ist bislang zu spät gekommen.“

Das bestätigt ihre Söckinger Kollegin Petra Fromm. Sie hat beobachtet, dass die Busse sehr voll sind. „Das passt aber für die Schüler. Alle, die sitzen wollen, kriegen einen Sitzplatz.“

Ähnliche Erfahrungen hat die Mittelschule gemacht. „Alles hat bislang reibungslos funktioniert“, sagt Direktor Heinz Preßl. „Beschwerden gibt es keine.“ Nur ein Bus nach Hadorf fahre zu knapp nach Schulschluss ab. Dass die Kinder verstärkt von den Eltern im eigenen Auto gebracht werden, hat kein Schulleiter festgestellt.

Das hatte die Elterninitiative Pro Schulbus angekündigt und auch durchgezogen, wie ihr Sprecher Matthias Frühauf sagt. Auch wegen der frühen Abfahrtszeiten der Linienbusse zögen es die Eltern vor, morgens die Kinder selbst zur Schule zu bringen. Gleichzeitig räumt er ein, dass der Übergang kaum Probleme verursacht habe. „Die Begleitung der Kinder zum Bus klappt gut“, sagt er.

Ein Argument der Elterninitiative gegen die Umstellung hat auch die bislang positive Erfahrung nicht entkräftet: „Im Bus gilt das Recht des Stärkeren“, sagt Frühauf. Gerade die Kleineren liefen Gefahr, im Bus benachteiligt zu werden.

Bürgermeisterin Eva John weiß viele Details, die nicht so gut geklappt haben. „Beim 982er Bus gibt es zum Waldspielplatz die eine oder andere Verspätung. Die Bildanzeigen laufen nicht immer, und ab und zu wird eine Haltestelle nicht angesagt.“ Das müsse man mit dem Landratsamt klären. Auch sie ist grundsätzlich zufrieden. Nach Absprache mit den Schulen und den Schulwegbegleitern wird Donnerstag und Freitag getestet, wie sich die Schüler ohne Helfer zurecht finden. „Vielleicht kann man dann die Begleiter ganz sein lassen.“

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