Corona-Krise: Germanwings verschwindet - Lufthansa bestätigt harten Schritt

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Kreative Beschilderung: Dieses Foto, das uns ein Leser geschickt hat, zeigt, wie klein einige Schilder waren. Andere Firmen halten sich laut Polizei gar nicht erst an Vorgaben oder sperren Wege ohne Genehmigung. 

Mehrere Beispiele im Stadtgebiet

Nicht ausgeschildert, nicht genehmigt: Immer öfter Ärger mit Baustellen in Starnberg

Die Polizei stellt zunehmend fest, dass Baustellen in Starnberg nicht ausreichend gesichert sind, die Umleitungen nicht richtig ausgeschildert sind oder die behördlichen Genehmigungen für Sperrungen sehr großzügig ausgelegt werden. Bisweilen sind die Arbeiten auch gar nicht genehmigt.

Starnberg– Ein Beispiel aus den vergangenen Tagen, wie es Verkehrsachbearbeiter Oliver Jauch am Mittwoch beschrieb: „So sperrten Mitarbeiter einer Firma den Gehweg der äußeren Leutstettener Straße, da sie mehrere Gerätschaften von einer dortigen Baustelle auf einen Lkw verladen mussten. Fußgänger konnten in dieser Zeit nicht passieren, sondern mussten auf die zeitweise stark befahrene Fahrbahn ausweichen. Auch in diesem Fall hätten sich die Verantwortlichen eine entsprechende Anordnung der Verkehrsbehörden einholen müssen, um eine Gefährdung der Fußgänger auszuschließen. Das eigenmächtige Handeln beschert dem Verantwortlichen nun ein Bußgeld. Alternativ wäre es möglich gewesen, den Lkw auf dem Baustellengelände zu beladen.“ Kein Einzelfall, denn an selber Stelle war zuvor schon ein Bauzaun einfach auf den Geh- und Radweg gestellt worden – und das Schild, das Radfahrern die Nutzung erlaubt, wurde abgebaut und weggestellt. Jauch: „Nach einem deutlichen Hinweis der Stadt Starnberg wurde das Schild wieder sichtbar aufgestellt, der Gehweg ist nun zumindest wieder so breit, dass ihn Radfahrer und Fußgänger gemeinsam nutzen können.“

Die Nichtbeachtung der Genehmigung bescherte auch einer Firma an der Gautinger Straße ein Bußgeld. Dort sollte die Firma Jauch zufolge einen Notgehweg bei Arbeiten freilassen, damit Fußgänger nicht unnötig über die Straße müssen. Tatsächlich war der Gehweg gesperrt, Fußgänger wurden auf die andere Seite geschickt.

Straßen für Lkw nicht befahrbar

Und der nächste Fall: „Eine Firma, die auf der Max-von-Dziembowski-Straße Baumpflegearbeiten durchführte, wird sich fragen lassen müssen, weshalb sie die Anordnung des Landratsamts nicht so umgesetzt hat wie vorgegeben“, erklärte Jauch. Die Straße war, wie von der Stadt angekündigt, komplett gesperrt. Die Schilder, die in Söcking auf die Sperre hinwiesen, seien jedoch so unauffällig aufgestellt, dass unter anderem der Fahrer eines Lkw von der Luitpoldstraße aus nach links in Richtung Starnberg fahren wollte. An der Sperre kam er nicht weiter, versuchte über An der Bohle und Alter Berg auszuweichen – Straßen, die für Lkw faktisch nicht befahrbar sind. Als ein ordnungsgemäß geparkter Pkw den Weg des Lkw blockierte, kam die Polizei ins Spiel – sie konnte den Autofahrer finden.

Als Beamte danach die Umleitungsbeschilderung genauer unter die Lupe nahmen, hätten sich feststellen müssen, dass die Genehmigungen und Vorgaben „sehr phantasiereich umgesetzt“ wurden, wie Jauch es nennt: „Hätten die Autofahrer manches Schild so befolgt, wie es aufgestellt war, so wären sie beispielsweise in der Carolinenstraße gelandet oder links herum durch den Söckinger Kreisel gefahren.“ Manches Schild war auch verdreht, zum Teil bestanden die Zielangaben (etwa Starnberg) nur aus Zetteln. Die Sperrung der Max-von-Dziembowski-Straße soll noch heute gelten.

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