Nordost-Tangente: Alle Trassen bleiben

Starnberg - Ausschuss gegen Bürgermeister: Alle möglichen Trassen für eine Starnberger Nordost-Tangente bleiben in der Prüfung. Eine Streichung von Problem-Varianten lehnte der Bauausschuss ab.

Zwar ist der Tunnel unter der B 2 nach wie vor das vordringlichste Vorhaben zur Entlastung Starnbergs von der Blechlawine, doch lässt die Stadt derzeit mögliche Nordost-Tangenten prüfen. Diese Trassen sollen eine Verbindung zwischen der Hanfelder Straße im Westen und der A 95 im Osten schaffen. Elf Stück hat eine Machbarkeitsstudie ergeben, doch nicht alle sind so einfach umsetzbar.

Vier nämlich durchschneiden die geschützten FFH-Gebiete oder geplante Wasserschutzgebiete. Deswegen sollten sie auf Vorschlag der Verwaltung gestrichen werden, für die übrigen sollten Verkehrsgutachten erstellt werden. Doch da spielte der Starnberger Bauausschuss nicht mit. „Wir wollen vertieft geprüft haben, ob ein Wasserschutzgebiet der Klasse II mit einer Straße durchquert werden kann oder nicht“, sagte etwa Stadtrat Walter Jann (BLS/WPS). Dafür brauche man keine Verkehrsdaten.

Am Ende stimmte lediglich Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger für seinen eigenen Vorschlag. Nun gibt es keine Streichungen und erstmal auch keine Gutachten. Der Diskussionsbedarf wird bleiben.

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