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3500 Zuschauer waren vor fünf Jahren dabei, als das Fischerstechen zum bislang letzten Mal ausgetragen wurde. Heuer findet es zum 18. Mal statt, nachdem Prinzregent Luitpold die Tradition im Jahr 1907 wiederbelebt hatte.  

Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen

Nur alle fünf Jahre gibt‘s einen Fischerkönig

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Neben der Fischerhochzeit in Tutzing gibt es heuer auch in Starnberg ein Fest der Superlative – und das nur eine Woche später. Am 9. Juli findet zum 18. Mal das Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen statt. Teilnehmer können sich noch melden.

Starnberg – Es geht um die Gaudi, um die Ehre – und natürlich um die Gunst der Braut. Der Fischerbraut, um genau zu sein. Wer nämlich beim Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen der Beste ist und Fischerkönig wird, der bekommt von der Fischerbraut die Krone aufgesetzt und das Siegerbussi gleich dazu.

Fünf Jahre ist es her, dass Anton Hinterholzer aus Attenkam den traditionsreichen Wettbewerb gewonnen hat. Der amtierende Fischerkönig ging für die Fischerei Strobl aus Ambach an den Start. Nun wird also sein Nachfolger gesucht – und der ausrichtende Heimat- und Volkstrachtenverein Starnberg hat 36 Berufsfischer mit Fischereirecht am Starnberger See bereits eingeladen, erklärt Pressewartin Nicole Dietrich im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Fünf Jahre – das ist der normale Turnus für das Fischerstechen, seitdem Prinzregent Luitpold den Wettbewerb im Jahr 1907 wiederbelebt hat. Und seitdem richtet auch der im selben Jahr gegründete Heimat- und Volkstrachtenverein die Gaudi in Kooperation mit der Fischereigenossenschaft Würmsee aus – heuer zum 18. Mal. Wobei: „Es handelt sich um ein echtes Turnier auf dem See, das neben der Gaudi hohe Anforderungen an die Fahr- und Ruderkünste der Schiffsleute stellt“, sagt Dietrich. „Und bei den Stechern selbst ist größte Standsicherheit auf dem Brett gefordert.“

Anmeldungen bis 9. Juni möglich

Neben dem Wettbewerb für die Berufsfischer gibt es auch heuer wieder den für die Sportfischer. Daran können alle teilnehmen, die sich gerüstet und stark genug fühlen. Bei ihnen ist Lokalmatador Kurt Kastenmeier der Titelverteidiger. Anmeldungen sind noch bis 9. Juni unter der E-Mail-Adresse rauh-hans@ t-online.de möglich. Teilnehmen dürfen nur Männer ab 16 Jahren. „Das ist aus der Tradition heraus so“, erkärt Vereinskassier Julia Fersch. Apropos Tradition: Der fühlt sich auch das Haus Wittelsbach verpflichtet, dessen Chef Herzog Franz von Bayern die Schirmherrschaft übernimmt.

Und was genau hat es jetzt mit der Fischerbraut auf sich? Ein historisches Vorbild dafür gibt es nicht, aber sie spielt natürlich eine große Rolle vor den erwarteten 3000 Zuschauern auf der Seepromenade. „Sie ist beim Einzug der Gladiatoren von der Unterführung bis zum Undosa dabei“, erklärt Julia Fersch, die vor fünf Jahren selbst Fischerbraut war. „Im schön geschmückten Boot ist sie dann auf dem See.“ Und nach Krönung und Siegerbusse tanzt sie natürlich auch den Fischertanz. Wer heuer die Braut ist? Das ist noch ein großes Geheimnis. Nur so viel steht fest: „Die Fischerbraut ist immer eine junge Frau aus unserem Verein“, sagt Julia Fersch.

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