Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen
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Auf der Straße darf man an der Hanfelder Straße parken, auf dem Gehweg nicht.

Hanfelder Straße 

„Die StVO gilt auch in Starnberg“

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Auf Höhe des Friedhofs darf an der Hanfelder Straße grundsätzlich geparkt werden – aber nicht auf dem Gehsteig. Darauf verweisen Stadt und Polizei nach einer Beschwerde in aller Deutlichkeit.

Starnberg – Einem Termin zur Parksituation an der Hanfelder Straße mit Polizei, Landratsamt und Stadt war ein Briefwechsel zwischen Stadtrat Gerd Weger (CSU) und Bürgermeisterin Eva John vorausgegangen. Weger berichtete in seinem Schreiben an die Rathauschefin von einer Mitbürgerin, die für ihr widerrechtliches Parken mit rechtem Vorder- und Hinterreifen auf dem Gehsteig ein Strafmandat erhalten hatte. Das ist grundsätzlich richtig, und Weger bestreitet das Verbot auch nicht. Doch schon seit Jahrzehnten stehen nach Angaben des CSU-Stadtrates dort Friedhofsbesucher mit ihren Pkw teilweise auf dem Gehweg. Das sei „dem starken Lastwagenverkehr sowie dem dort vorhandenen, etwas engen Straßenradius geschuldet“, meint Weger. „Wenn dann eine Friedhofsbesucherin 20 Euro zu bezahlen hat, weil sie so wie bislang ihren Pkw abgestellt hat, ist das ungut“, findet er. „Diese Art der Erziehung hat mit Bürgernähe nichts zu tun“, wirft der Stadtrat Eva John vor und fordert: „Solange, wie in diesem Fall, kein fußläufiger Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt wird, sollte dort ein gewisses Nachsehen im Sinne des Gewohnheitsrechts im Vordergrund stehen.

Die Bürgermeisterin weist den Vorwurf, Leute erziehen zu wollen, entschieden von sich. Wenn jemand eine solch offensichtliche Ordnungswidrigkeit begehe, „muss das geahndet werden“, erklärt John und fügt hinzu: „Es gibt die StVO, und die gilt auch in Starnberg.“

Nach dem Augenschein verwies die Polizei auf Anfrage auf die Beschilderung, die besagt, dass in dem Bereich an der Hanfelder Straße grundsätzlich geparkt werden darf; von 6 bis 18 Uhr aber nur für zwei Stunden. Je nach Größe haben vier bis fünf Autos hintereinander Platz, erläutert Johannes Bauer, Verkehrssachbearbeiter in der Starnberger Inspektion. Und natürlich dürften diese nicht auf dem Gehweg stehen, sondern müssen auf die Straße. Für Lkw und Busse bleibe genügend Platz, so Bauer.

Weger hatte vorgeschlagen, den Gehweg in Richtung Grünanlagen zu verbreitern und eine Markierung für die Pkw aufzubringen, in der sie dann halbseitig parken. „Der Fußgänger hätte seinen ihm zugebilligten Raum und zugleich könnten dort vier bis fünf Pkw parken, ohne dass sie den fließenden Verkehr beeinträchtigen“, argumentierte der CSU-Stadtrat in einem zweiten Brief. Dafür besteht nach Meinung der beteiligten Behörden aber offensichtlich keine Notwendigkeit. Vom beteiligten Landratsamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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