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Das P18 ist fast fertig: Der sechsgeschossige Bau im Gewerbegebiet wird in einer Woche eröffnet. 300 Fahrzeuge haben auf elf Ebenen Platz.

Gewerbegebiet Starnberg

Platz für 300 Autos in neuem Parkhaus

300 Stellplätze, elf Ebenen und Tore, die sich binnen vier Sekunden öffnen: Winfried Reithmeier hat kein gewöhnliches Parkhaus gebaut. Sicherheit und Ökologie waren dem Starnberger Unternehmer wichtig. Der Neubau mit dem Namen P18 wird in einer Woche eröffnet.

Starnberg – Man muss schon genau hinschauen, um eines der größten neuen Gebäude in der Stadt überhaupt zu sehen: das Parkhaus P18 von Unternehmer Winfried Reithmeier. Von zwei Seiten ist es von anderen Gebäuden umgeben, nur von einem Stück der Gautinger Straße und vom Seilerweg ist es zu sehen. Der 2,6-Millionen-Euro-Bau im Gewerbegebiet steht kommenden Samstag, 3. Juni, allen Interessierten offen. Die Vermietung hat bereits begonnen.

Auf den Namen P18 kam Reithmeiers Tochter

Inhaber Winfried Reithmeier setzt auf Sicherheit – für den Zugang braucht man eine Karte. 

Vier Jahre hat der Starnberger letztendlich gebraucht, um das Projekt umzusetzen – viel länger, als er dachte. Allein für die Genehmigung habe er drei Jahre benötigt. Bürokratische Hindernisse musste er aus dem Weg räumen (wir berichteten mehrfach). Eine Vorgabe der Stadt hat er nicht wegbekommen: Die 300 Stellplätze dürfen nicht an Pendler vermietet werden, sondern nur an Unternehmen oder Starnberger Bürger, die in der Nähe wohnen oder arbeiten. „Ich schließe keinen Starnberger aus“, sagt Reithemeier, der eigenen Angaben nach bereits ein Drittel der Plätze fest an Unternehmen vermietet hat. Für den Rest lässt er sich Zeit – zwei, vielleicht auch vier Jahre rechnet er bis zur 100-Prozent-Auslastung. Im Vorfeld hatte er sich bei Firmen erkundigt und rund 180 Interessenten gefunden. Die wollte er nicht enttäuschen und hielt an dem Vorhaben trotz vieler Verzögerungen fest.

Dabei hat es das Parkhaus P18 – der Name stammt von Reithmeiers Tochter und basiert auf der Hausnummer 18 – in sich. Elf Ebenen, alle erschlossen durch einen Fahrstuhl, mit Stellplätzen in Standardbreite von 2,6 Meter oder als XXL-Version für große Geländewagen mit fast drei Metern Breite. 63 Euro plus Mehrwertsteuer verlangt Reithmeier für einen normalen Platz, also rund 75 Euro. Ein für Starnberger Verhältnisse eher günstiger Preis, allerdings betragen die Unterschiede im Monat nur wenige Euro. Mindestmietdauer ist ein Jahr.

Eine Etage wird voll ausgeleuchtet: „So hell wie möglich“

Einfahrt und Zutritt gibt’s nur mit einer Parkkarte mit Starnberg-Foto und Namenszug. Das hat auch Sicherheitsgründe, denn Reithmeier will keine Rowdys in seinem Parkhaus. Die Tore sind massiv, öffnen sich aber binnen vier Sekunden. „Das Tor kommt aus Holland, das war es mir wert“, sagt der Unternehmer. Eine Etage wird komplett ausgeleuchtet – das soll Frauen die Angst vorm Parkhaus nehmen. „So hell wie möglich“, sagt Reithmeier. Zum Einsatz kommen sparsame LED-Lampen. Weite Teile des Inneren werden videoüberwacht.

Das neue Heim für Autos wollte Reithmeier durchaus ökologisch gestalten. Er will noch einige Plätze für Elektroautos einrichten lassen, die Stromleitung wäre da. Sie soll aber nur einige zentrale Systeme versorgen – den Rest holt sich der Unternehmer vom Dach. Eine große Fotovoltaikanlage hat er sich noch genehmigen lassen, die bis Herbst komplett installiert sein soll. Dann soll sich das Parkhaus und die E-Mobile darin weitgehend selbst versorgen. Und der Unternehmer denkt schon augenzwinkernd weiter: Vielleicht eröffnet er auf dem Dach noch eine Aussichtsterrasse – der Ausblick nämlich ist phänomenal.

Tag der offenen Tür

Wer sich das Parkhaus P18 näher ansehen will, hat dazu am Samstag, 3. Juni, von 10 bis 12 Uhr Gelegenheit. Bei einem Tag der offenen Tür mit Blasmusik, Bier und Würstl steht der Neubau für Besucher offen. Anmieten kann man an diesem Tag nicht, wohl aber die Modalitäten erfahren.

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