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Auf der zugewachsenen Wiese gleich neben dem Beschäftig ten-Parkplatz soll der Interimsparkplatz für Besucher entstehen.

Es geht um 203 provisorische Stellplätze

Parkplatz-Bau am Klinikum abgelehnt – zunächst

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Starnbergs Stadträte halten den Bau von 200 provisorischen Stellplätzen neben dem Schwesternwohnheim derzeit für nicht genehmigungsfähig.

Starnberg – Das Klinikum und seine Parkplätze – das ist relativ vertrackt. Am Anfang der Oßwaldstraße steht das zweistöckige Parkdeck, in dem für Besucher derzeit 147 Stellplätze zur Verfügung stehen. Es folgen das Klinikum, das Schwesternwohnheim, eine weitgehend zugewachsene Wiese und schließlich am Ende der Oßwaldstraße hinter der Schranke 111 Stellplätze für die Beschäftigten. Dieser Platz – das nur am Rande – wurde im Jahr 1990 als Provisorium genehmigt für längstens vier Jahre, wie Bürgermeisterin Eva John weiß.

Nun ist das Besucher-Parkdeck so marode, dass es das Klinikum abreißen und durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzen will, der neben Platz für über 200 Fahrzeuge auch Raum für weitere Büros bietet (wir berichteten). Aber wohin in der Zwischenzeit mit den Besucher-Autos?

Das Klinikum hat einen Bauantrag eingereicht, um auf der 5888 Quadratmeter großen Wiese, die von außen mehr einem Urwald gleicht, 203 vorübergehende Parkplätze zu errichten. Die Fläche soll mit Kies aufgeschüttet werden, laut Antrag bleiben nur die Gehölzstreifen in den Randbereichen sowie zwei Bäume erhalten.

Ein Plan, den der Bauausschuss am Donnerstagabend einstimmig abgelehnt hat – weniger aus inhaltlichen, sondern vielmehr aus rechtlichen Überlegungen. Stadträte und die Verwaltung halten den Antrag nämlich schlicht für nicht genehmigungsfähig. Denn die Wiese gilt als sogenannter innenliegender Außenbereich, der nicht einfach so bebaut werden darf.

Folge: Ein Bebauungsplan muss her, den der Bauausschuss ebenso einstimmig auf den Weg brachte. „Wir müssen die planungsrechtlichen Grundlagen für den Interimsparkplatz schaffen“, sagte Bürgermeisterin John und schlug in dem Zusammenhang gleich vor, sich generell Gedanken über den Verkehr in der Oßwaldstraße zu machen.

„Völlig richtig“, pflichtete CSU-Fraktionschef Ludwig Jägerhuber bei und erinnerte an Ideen aus den 1990er-Jahren, aus denen bereits eine Grobplanung inklusive Fahrradweg hervorgegangen sei. Ideen, die nun wieder aus der Schublade geholt werden sollen.

Dass die Arbeiten mit Hochdruck angegangen werden, ist allen klar. „Parkplätze am Klinikum haben allerhöchste Priorität“, sagte sogar Annette von Czettritz von den Grünen. Landrat Karl Roth als Vorsitzender des Klinikum-Aufsichtsrats beunruhigt das Vorgehen nicht. Das Bebauungsplanverfahren könne parallel mit weiteren Planungen und dem Bauantrag betrieben werden. Roth zum Starnberger Merkur: „Ich sehe das entspannt.“

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