Friedenskirche ist fertig renoviert
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Dr. Stefan Koch ist derzeit der einzige amtierende evangelische Pfarrer in Starnberg.

Passender Bewerber fehlt noch: Spannende Suche nach neuem Pfarrer

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Starnberg ist derzeit nur eine von drei Pfarrstellen besetzt. Pfarrer Dr. Stefan Koch hofft auf einen neuen Kollegen bis spätestens 1. September.

Starnberg – Gespräche haben schon stattgefunden, die Stellenanzeige ist vorbereitet, der Zeitplan besprochen – fehlt „nur noch“ der passende Bewerber oder die passende Bewerberin. Nach der Verabschiedung von Pfarrerin Birgit Reichenbacher am vergangenen Sonntag wartet die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde mit Spannung auf einen neuen Pfarrer. Dies umso mehr, da von drei Pfarrstellen nur eine besetzt ist, und zwar von Pfarrer Dr. Stefan Koch.

Bereits am Donnerstag vergangener Woche war Oberkirchenrat Christian Kopp von der evangelischen Landeskirche in Starnberg. Er unterhielt sich nacheinander erst mit Koch, dann mit den Angestellten, also Sekretärin, Hausmeister und Kirchenmusiker, und schließlich mit dem zehnköpfigen Kirchenvorstand. Zentrales Thema: Welches Anforderungsprofil soll der neue Pfarrer haben? Koch fasst das Ergebnis in drei Punkten zusammen. Der Neue soll in Söcking „Kirche vor Ort“ leisten, er soll sich um die Jugendarbeit kümmern, und er soll ein Mannschaftsspieler sein. All das also, was auch Birgit Reichenbacher verkörpert hat, die bekanntlich nach Zorneding wechselt und dort am 8. März in ihr neues Amt eingeführt wird.

Im Mai soll sich Bewerber dem Kirchenvorstand präsentieren

Auf dieser Grundlage erarbeitet das Landeskirchenamt nun eine Stellenausschreibung, die am 1. März im „Kirchlichen Amtsblatt“ erscheinen soll. Bis 21. März haben Interessierte dann die Möglichkeit, ihre Bewerbung abzugeben. Im April will das Amt die Bewerbungen sichten und eine Person auswählen, die voraussichtlich am 12. Mai dem Kirchenvorstand in Starnberg präsentiert wird. Er muss dem Vorschlag letzten Endes zustimmen – er kann ihn aber auch ablehnen, was jedoch äußerst selten vorkomme, sagt Koch gegenüber dem Starnberger Merkur. Er habe in dem Gespräch mir Oberkirchenrat Kopp deutlich gemacht, dass er sich jemanden wünsche, der das „klare Profil“ erfüllt. „Wir wollen niemanden, der nur eine Stelle braucht“, sagt Koch. Diese „eine richtige Person“ sei ihm lieber als 50 Bewerbungen.

Die halbjährige Pflichtvakanz endet zum 1. September. Koch hofft jedoch, dass der neue Pfarrer vielleicht schon zum 1. Juli anfangen kann. An der Pfarrdienstwohnung in der Carolinenstraße in Söcking soll es nicht liegen. Sie werde nach Reichenbachers Umzug saniert und so fertig, dass sie zum 1. Juli wieder genutzt werden könne, sagt Koch. Ob der Zeitplan aufgeht? „Ich bin sehr zuversichtlich“, sagt der Pfarrer. „Zweckzuversichtlich.“

Dritte Pfarrstelle bereits seit zwei Jahren vakant

Das sieht jedoch anders aus, was die Besetzung der dritten Pfarrstelle anbelangt, die seit mittlerweile zwei Jahren vakant ist. Zweimal sei sie ausgeschrieben worden, sagt Koch. Zweimal sei keine einzige Bewerbung eingegangen. Das hat vermutlich an der Stellenbeschreibung gelegen. Ganz explizit habe die Gemeinde nämlich jemanden für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Familien gesucht – geeignete Bewerber würden sich aber wohl eher für ein Jugendwerk entscheiden als für die Arbeit in einer Gemeinde, sagt Koch. Nach dem doppelten Reinfall überlege nun das Landeskirchenamt, wie damit weiterverfahren werden soll. Koch: „Da hängen wir in der Luft. Ich rechne leider, leider, leider nicht mit einer schnellen Lösung.“

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