Wörthsee im Dauerregen, überschwemmte Uferwiesen.
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Am Wörthsee sind die Uferwiesen etwas überflutet, was manche nicht von einem Spaziergang abhält.

Hochwasser-Lage im Landkreis Starnberg

Würmpegel fällt wieder unter Meldestufe 1

Stellenweise mehr als 100 Liter Regen je Quadratmeter sind seit Sonntag über dem Landkreis Starnberg gefallen. Die Pegel waren gestiegen, bedrohlich ist die Lage derzeit nicht.

  • Im Landkreis Starnberg sind stellenweise 100 und mehr Liter Regen je Quadratmeter gefallen.
  • Die Pegel steigen, sind aber noch unterhalb der kritischen Werte.
  • Bisher gab es an die 20 Feuerwehreinsätze.

Mittwoch, 8 Uhr: Über Nacht ist der Pegel der Würm wieder gefallen, sie liegt nun unter Meldestufe 1. Der Pegel des Starnberger Sees ist weiter gestiegen, ist aber stabil und noch ein gutes Stück unter der Meldestufe. Eine Hochwasserwarnung vom Dienstagabend ist wieder aufgehoben worden - sie bezog sich vor allem auf die Würm. Neuer Regen ist in den nächsten Tagen nicht in Sicht.

17.50 Uhr: Der Regen hat über dem Landkreis Starnberg aufgehört, inzwischen scheint sogar die Sonne. Die Pegel haben sich nicht mehr groß verändert.

16.25 Uhr: Die Zahl der Feuerwehreinsätze hat sich erhöht, wenn auch nicht dramatisch. An die 20 waren es seit Sonntagabend. „Keller unter Wasser ohne Ende", kommentierte Kreisbrandmeister Peter Bauch trocken. Am Nachmittag stürzten auch Bäume um und brachen Äste ab; warum, blieb vielfach diffus, weil kaum Wind wehte. Im Einsatz waren unter anderem die Feuerwehren Starnberg, Söcking, Percha, Stockdorf, Feldafing, Tutzing, Traubing, Höhenrain, Erling, Machtlfing, Pöcking, Kempfenhausen und Farchach. In einigen Orten waren Bauch zufolge die Keller nicht durch Regen, sondern durch hoch drückendes Grundwasser vollgelaufen.

15.25 Uhr: Die Lage scheint sich etwas zu beruhigen. Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes stagnieren die Pegel und fallen teilweise bereits. Die Würm verharrt bei Meldestufe 1 und steigt nicht weiter. Gegen 17 Uhr dürfte der Regen langsam aufhören - und wohl auch nicht wieder stärker anfangen. Ab Mittwoch soll es laut aktuellem Wetterbericht für mindestens eine Woche weitgehend troclen bleiben.

14 Uhr: Die Würm hat am Pegel Leutstetten die Meldestufe 1 erreicht. Dabei dürfte es auch bleiben, wie eine Vorausberechnung für die nächsten Tage zeigt: Der Pegel bleibt etwa auf diesem Niveau. In Leutstetten ist die Meldestufe 1 bei einem Pegel von 1,65 Metern erreicht. Zur Einordnung: Bei 1,95 Meter Pegel wird das Leutstettener Moos überflutet, in Planegg steht das Wasser dann auf Grundstücken. Grundstücke in Gauting wären erst bei einem Pegel von 2,05 Meter direkt betroffen.

12.50 Uhr: Bei starkem Regen laufen einige Unterführungen im Landkreis gerne voll, auch Fußgängerunterführungen. Wie die Stadt Starnberg bekannt gab, ist eine schon voll: „Wegen des starken Regens ist die Unterführung von der Ludwigstraße zum Bucentaurpark gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können stattdessen die Unterführung am Bahnhof See oder in der Josef-Jägerhuber-Straße nutzen.“ Wie lange diese Sperrung dauert, lässt sich nicht sagen. Tiefliegende Unterführungen in Starnberg laufen auch voll, wenn der Grundwasserpegel steigt - er bildet die Oberfläche des Starnberger Sees. Steigt der See an, was er seit Sonntag um rund 15 Zentimeter getan hat, drückt das Wasser in Keller und Unterführungen. Bis etwa die Bahnhofsunterführung vollläuft, müsste der See aber deutlich mehr steigen.

12.30 Uhr: Inzwischen sind weitere vollgelaufene Keller dazugekommen. Die Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe Rot des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gilt noch bis Dienstagabend, 18 Uhr. Das Regenradar zeigt, dass ein Niederschlagsband von Landshut über Erding und Starnberg bis ins Allgäu reicht - und sich kaum bewegt und abregnet. Pro Stunde regnet es um die zwei Liter je Quadratmeter, mal mehr, mal weniger, und auch nicht überall gleich stark.

Dienstag, 10.30 Uhr: Einige Keller sind vollgelaufen, teilweise bis zu einem Meter hoch. Mehrfach wurden Straßen überflutet, Sperrungen deswegen sind derzeit nicht bekannt. Die Feuerwehren sind seit Sonntagabend zu mehr als einem Dutzend Einsätzen ausgerückt, die meisten am Dienstagmorgen. So drohte die Würm in Stockdorf über die Ufer zu treten, einige kleinere Bäche taten es. Kreisbrandrat Peter Bauch zufolge ist die Lage aber derzeit relativ entspannt, auch wenn die Pegel über Nacht teilweise drastisch gestiegen sind.

Nach Daten des Hochwassernachrichtendienstes ist die Würm am Pegel Leutstetten kurz vor der Meldestufe 1, was noch nicht viel bedeutet. Der Starnberger See ist um etwa zehn Zentimeter gestiegen, was vergleichsweise viel ist - normalerweise dauerte es einige Zeit, bis starke Regenfälle sich beim Pegel auswirken. Derzeit fehlen bis zur ersten Meldestufe noch rund 20 Zentimeter. Im Ammersee ist noch ausreichend Platz.

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