Selbst Polizei baff

Fiese Betrugsmasche: So wurde eine Rentnerin um 18.000 Euro gebracht

Erneut gaben sich Betrüger als Polizeibeamte aus und brachten eine Rentnerin so um ganze 18.000 Euro ihres Ersparten. Die Polizei ermittelt und warnt vor den Trickbetrügern. 

Starnberg - Die Betrüger kontaktierten laut Polizei am Sonntagabend telefonisch eine 79-jährige Rentnerin aus dem Landkreis Starnberg. Dabei gaben sie sich gegenüber der Seniorin als Polizeibeamte aus. 

Insgesamt vier Stunden wirkten sie mit vorgespielter Hilfsbereitschaft geschickt auf die Starnbergerin ein, bis diese schließlich dazu bereit war, ihr zu Hause aufbewahrtes Geld zum Schutz vor einem möglicherweise bevorstehenden Einbruch an einen unbekannten, ca. 30-jährigen südländisch aussehenden Mann zu übergeben.

Hierbei handelte es sich um eine stattliche Summe von 18.000 Euro. Als sich die Dame schließlich von dem langen Telefonat erholt hatte, hegte sie Zweifel an der „Bargeldschutztheorie“ und verständigte die echte Polizei.

Lesen Sie auch: „Skeptische Seniorin erkennt Gauner an Stimme

Polizei sucht nach Hinweisen 

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und nimmt sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 08141-612-0 entgegen.

Zehn weitere Senioren gerieten ins Visier der Betrüger

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Ermittler wurden an diesem Wochenende noch mindestens zehn weitere Senioren, glücklicherweise erfolglos, mit dieser Betrugsmasche telefonisch konfrontiert. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Täter ihre kriminelle Masche auch weiterhin fortsetzen. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck rät deshalb folgende Punkte zu berücksichtigen.

Diese Regeln schützen Sie vor Betrügern:

  • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen
  • Die Täter nutzen häufig einen technischen Trick, durch den die Notrufnummer 110 im Display angezeigt wird. Beachten Sie: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Übergabe von Geldbeträgen oder Wertgegenständen ein
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis
  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie diese vor dem Vorgehen der Täter

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / Rolf Vennenbe / Rolf Vennenbernd

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