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Hunde von 15.5. bis 15.9. verbot en: Das Schild am Erholungsgebiet hinter der Nepomukbrücke lässt keinen Spielraum für Diskussionen. Sanne Berner, Rebecca Wahmke, Christiane Engel-Haas und Nina Sollich (v.l.) würden das gerne ändern.

Petition im Internet läuft

Initiative setzt sich für Hundestrand in Starnberg ein

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Eine Initiative hat bereits eine Petition im Internet gestartet, damit Tiere auch im Sommer ins Wasser dürfen. Der Stadtrat diskutiert derweil über ein Verbot von Hunden im Bürgerpark.

Starnberg – Die Regeln in den Erholungsgebieten am Starnberger See sind eindeutig. Während der Badesaison zwischen 15. Mai und 15. September ist das Mitbringen von Tieren verboten. Bei Verstößen droht eine Geldbuße. Eine Regel, die sich Vizebürgermeister Dr. Klaus Rieskamp (BLS) auch für den Bürgerpark wünscht. Am Montag berät der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats über seinen Antrag (Beginn der öffentlichen Sitzung: 18 Uhr, Schlossberghalle). Ob es eine Mehrheit für ein Verbot gibt, ist unklar. Klar ist dagegen, dass sich zahlreiche Hundehalter in Starnberg mehr Toleranz wünschen.

1100 Zamperl gibt es in der Stadt. Für sie setzt sich nun Rebecca Wahmke mit ihren Mitstreitern ein. Die 20 Jahre alte Auszubildende hat eine Petition im Internet gestartet, die die Schaffung eines Hundestrands in Starnberg zum Ziel hat. „Durch das Verbot bieten sich im näheren Umkreis für Hundehalter keinerlei Möglichkeiten, ihren Vierbeinern eine Abkühlung zu verschaffen“, schreibt sie. „Aber auch Hunde brauchen eine Abkühlung im Sommer.“ Seit dem Start der Aktion am Mittwochabend haben innerhalb von 48 Stunden etwa 400 Menschen die Forderung unterzeichnet.

Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur schlägt Wahmke versöhnliche Töne an. „Ich weiß, dass das ein schwieriges Thema ist. Und wir wollen auch niemanden zu etwas zwingen. Aber wir wären froh, wenn es ein bisschen mehr Toleranz in Starnberg geben würde“, sagt sie und nimmt dabei auch die Hundehalter ausdrücklich in die Pflicht. Diese müssten die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge natürlich mitnehmen. „Wir wollen auf dieses Thema aufmerksam machen“, sagte Rebecca Wahmke.

Als mögliches Grundstück für den Hundestrand haben sie und ihre Mitstreiter das Gebiet hinter der Nepomukbrücke, zwischen Würm-Abfluss und Lüßbach, im Blick, das dem Landkreis gehört. „Da würde uns ein Drittel schon genügen“, sagt Wahmke. Diese Fläche sollte natürlich auch eingezäunt werden, um die Hunde von Spaziergängern und Badegästen abzutrennen.

Bürgermeisterin Eva John zeigt Verständnis für die Hundehalter. Sie stehe generell für eine liberale Linie und ein „rücksichtsvolles Miteinander“, sagt sie. Wenn der Haupt- und Finanzausschuss am Montag über den Verbotsantrag für den Bürgerpark diskutiert, wollen einige Hundehalter als Zuhörer dabei sein. Und für die nächste Stadtratssitzung am 24. Juli planen sie, ihr Anliegen bei den Bürgerfragen zur Sprache zu bringen. 

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