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Kirchenverwalter Dr. Richard Leopold im Saal des Pfarrzentrums: Die Lampen an der Decke müssen aus Brandschutzgründen abgeklemmt werden.

Ärger mit Brandschutz

Pfarrzentrum Starnberg: Baubeginn nach dem letzten Vorhang

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Starnberg - Das Pfarrzentrum in Starnberg und der Brandschutz – eine ebenso langwierige wie teure Geschichte. Doch jetzt zeichnet sich langsam ein Happy End ab.

Während die Akteure des Kasbrettl noch im verdienten Abschlussapplaus baden, scharren die Handwerker bereits ungeduldig mit den Hufen. So zumindest ist der Plan von Dr. Richard Leopold, Kirchenverwalter der katholischen Kirchenstiftungen und -gemeinde St. Maria in Starnberg.

Ein kurzer Rückblick: Im Jahr 2015 schauten die Prüfer des Landkreises im Starnberger Pfarrzentrum zu einer Brandschutzprüfung vorbei. Und stellten prompt erhebliche Mängel fest. Was vor gut 30 Jahren beim Bau des Pfarrzentrums noch modernster Stand der Technik war, reicht heutzutage nicht mehr aus. Auf die Kirchengemeinde kamen deswegen erhebliche Investitionen zu. Neue Brandschutztüren, neue Verkabelung, Rauchabzüge, ein zweiter Fluchtweg – die Liste der nötigen Umbauten wurde länger und länger. Gutachten wurden erstellt, Mittel beim Bistum und der Stadt Starnberg beantragt und genehmigt, Spenden gesammelt, Firmen angeschrieben – wer selbst schon einmal gebaut hat, weiß, wie lange sich so etwas hinzieht.

Und so ging 2016 ins Land, ohne dass die Arbeiten beginnen konnten. Nur mit erheblichem Aufwand waren verschiedene Veranstaltungen – etwa der umjubelte Auftritt der Kolpingbühne mit ihrem „Sommernachtstraum“ – realisierbar. Feuerwehrleute mussten bei jeder Vorstellung anwesend sein, die Empore blieb für Zuschauer gesperrt, eine provisorische Rettungstreppe wurde aufgebaut.

Nun steht die Premiere des Kasbrettl bevor. Im vergangenen Jahr wechselte es ausnahmsweise wegen der Brandschutzproblematik in die Schlossberghalle, heuer kehrt es wieder zurück in den schönen und gemütlichen Saal des Pfarrzentrums.

Dr. Richard Leopold hat deswegen gerade alle Hände voll zu tun, um für einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Veranstaltungen zu sorgen. Die provisorische Rettungstreppe ist nach den Auftritten der Jugend-Kolpingbühne, die „Emil und die Detektive“ auf die Bühne brachte, gleich stehen geblieben. Momentan laufen noch die Verhandlungen mit dem Brandschutz darüber, ob und wenn, mit welchen Auflagen, auch die Empore für die Zuschauer geöffnet werden kann, sagt Leopold.

Sicher ist aber, dass nach der letzten Kasbrettl-Vorstellung am Samstag, 27. Mai, umgehend mit den Bauvorbereitungen begonnen werden soll. Klappt alles, sollen die Baukolonnen am Montag, 29. Mai anrücken und die Arbeit aufnehmen.

„Dann haben wir, bis im Herbst wieder die Kolpingbühne auftritt, einige Monate die nötige Baufreiheit“, so Leopold gestern im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Die Finanzierung sei mittlerweile in trockenen Tüchern, berichtete er weiter. Nun dürfen bloß während der Bauphase keine weiteren Überraschungen auftreten.

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