Zwei von 26 Schülern, die 20 Tage lang für die Station B3 im Klinikum verantwortlich waren: Wanekeya Asneth (l.) und Theresa Riedl.
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Zwei von 26 Schülern, die 20 Tage lang für die Station B3 im Klinikum verantwortlich waren: Wanekeya Asneth (l.) und Theresa Riedl.

Auszubildenden-Projekt

Pflege-Schüler leiten Station im Klinikum

Handlungskompetenzen fördern, Selbst- und Verantwortungsbewusstsein stärken: Das ist das Ziel des Projekts „Schüler leiten eine Station“, mit dem Auszubildende an den Alltag als examinierte Pflegefachkraft am Klinikum Starnberg herangeführt werden. 20 Tage lang zeichnete kürzlich der diesjährige Abschlussjahrgang der Berufsfachschule für Pflege der Starnberger Kliniken für die gesamten Abläufe auf der Station B3 verantwortlich. „Das Projekt erleichtert den Schülern den beruflichen Einstieg“, erklärte Schulleiterin Daniela Matzke. „Und sie werden selbstbewusster und sicherer in ihrem Handeln.“

Starnberg - Dienstpläne schreiben, Visiten begleiten, Patientenaufnahmen oder -entlassungen vorbereiten, Termine vergeben – neben den pflegerischen Tätigkeiten galt es für die 26 Auszubildenden, auch viele administrative Abläufe zu organisieren. „Das Projekt hat uns allen sehr geholfen, Sicherheit im Stationsalltag zu gewinnen und zwar vom Zeitmanagement bei der Patientenversorgung bis zu organisatorischen Tätigkeiten, die sonst in den praktischen Einsätzen während der Ausbildung etwas zu kurz kommen“, schilderte Schülerin Jessica Wobus, die die Rolle der Stationsleitung übernommen hatte.

Als eine „riesige Bereicherung“ empfand Anna Garschhammer die Zeit: „Ich konnte mich selbst gut überprüfen. Also, wie steht es um meine Arbeitsorganisation, wie komme ich allein zurecht und wie ist mein Wissensstand?“ Sehr schön sei es zudem gewesen, dass die jungen Leute als Team noch mehr zusammengewachsen seien. „Wir haben uns richtig schätzen gelernt.“ Diese Entwicklung hatte auch bei Theresa Gall die anfänglichen Sorgen und Bedenken schnell aufgelöst: „Hinsichtlich des praktischen Examens war das Projekt die perfekte Vorbereitung, denn die eigenen Grenzen wurden klarer und Defizite ließen sich schnell erkennen.“

Unterstützend begleitet wurden die Schüler von den Lehrkräften der Berufsfachschule für Pflege und den zentralen Praxisanleiterinnen des Klinikums wie Andrea Schmidt. „Ich fand es schön zu beobachten, wie gut die Schüler harmonieren und sich auch in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützt haben.“ Anfängliche Unsicherheit habe sich schnell gelegt, ergänzte ihre Kollegin Khadije Schirp. „Zum Ende des Einsatzes waren alle richtig routiniert und es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sich die Schüler entwickelt haben.“ Übrigens: 18 der 26 Schülerinnen und Schüler haben sich entschieden, nach bestandener Prüfung im Klinikum zu bleiben.

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