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Symbolbild

Fahndungserfolg

Pfleger klaut Schlüssel und bricht bei Patienten ein

Fieser geht es nicht: Ein 23-Jähriger, der als Pfleger im Klinikum Starnberg arbeitete, hat Patienten die Schlüssel gestohlen und anschließend ihre Wohnungen ausgeräumt.

Starnberg - Den Ermittlern der Starnberger Polizei gelang es nach langwierigen Ermittlungen, einem 23-jährigen Studenten aus Leipzig mehrere Diebstähle aus Kliniken, sowie mehrere Einbrüche nachzuweisen. Zwischen Ende 2015 bis Mitte 2016 waren in den Kliniken insgesamt zehn Wohnungsschlüssel gestohlen worden. Besonders perfide: Während die Besitzer im Starnberger Klinikum lagen, wurden mit Hilfe dieser Schlüssel ihre Wohnungen ausgeräumt.

Er nutzte das Vertrauen schamlos aus

Durch Recherchen in der Klinik und intensiven Befragungen der Opfer geriet jetzt der dringend tatverdächtige 23-Jährige ins Visier der Fahnder, berichtet der Leiter der Ermittlungsgruppe, Fritz Kaiser. Zudem wurde bekannt, dass der Student bereits 2012 in zwei ähnlich gelagerten Fällen in München befragt worden war. Damals reichten die Hinweise jedoch nicht aus, um weitere polizeiliche Maßnahmen ergreifen zu können. Der Student war in der Klinik als Krankenpfleger tätig und nutzte laut Polizei das Vertrauen seiner Patienten aus, um sie über ihre Lebensumstände auszuhorchen.

Große Beute

Hierdurch war es ihm dann möglich, an die Wohnungsschlüssel zu gelangen und anschließend in deren Wohnungen einzubrechen. Besonders dreist zeigte er sich in drei Fällen, bei denen er die Schlüssel wieder zurück legte und die Opfer hierdurch erst nach der Entlassung aus der Klinik auf die Einbrüche aufmerksam wurden. Bei seinen Beutezügen entwendete er Schmuck und Bargeld im hohen fünfstelligen Eurobereich, schreibt Kaiser weiter.

Jetzt wartet eine schwere Strafe

Endlich bestand ein dringender Tatverdacht, sodass die Beamten einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Leipziger Studenten erwirken konnten. „Mit tatkräftiger Unterstützung der sächsischen Beamten konnte durch die Starnberger Ermittler Schmuck aus den Diebstählen in der Wohnung gefunden werden“, berichtet Kaiser. Als er mit diesen Beweisstücken konfrontiert wurde, gab der Beschuldigte schließlich die Taten zu. Ihn erwartet nun höchstwahrscheinlich eine Freiheitsstrafe, so die Polizei.

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