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Schulkinder in Perchting warteten zuletzt oft vergeblich auf den Bus.

Nachmittagshalt ausgelassen

Probleme mit Schulbussen in Starnberg: Eltern hoffen auf dauerhafte Lösung

Mit dem neuen Jahr hoffen Eltern aus Perchting und anderen Ortsteilen im Westen, dass Probleme mit Bussen am Nachmittag an der Grundschule Söcking endgültig aufhören.

Perchting/Söcking – Mehrfach hatten Busse im vergangenen Jahr den Nachmittagshalt an der Grundschule ausgelassen. Wenn Busse auf dem Weg von Starnberg nach Perchting diesen Halt auslassen, bringt das für Kinder Probleme und für Eltern bisweilen bange Stunden. Häufig kommt es zum Glück nicht vor, aber immerhin so häufig, dass sich das Landratsamt eingeschaltet und die Stadt ein Notfallverfahren festgelegt hat.

Betroffen sind Kinder nach dem Ganztagsunterricht aus Perchting und Hadorf. Sammelte der Bus sie gegen 15.30 Uhr nicht auf, standen sie auf der Straße – im Wortsinne und ohne Aufsicht. Bei Eltern, die ihre Kinder in Perchting abholen wollten, sorgte das für Unruhe. Eltern hatten in diesen Fällen das Busunternehmen angerufen und zumeist zur Antwort bekommen, der Bus habe einen Unfall gehabt oder stehe im Stau. Einmal habe ein Bus die Kinder noch abgeholt, sei mit ihnen dann aber eine große Runde durch die Stadt gefahren. In der Regel machen sich dann Eltern in Privatautos auf den Weg und holen die Kinder ab. Es geht um rund zehn Mädchen und Buben.

Im vorigen Jahr hatten sich Eltern an Stadt und Landratsamt gewandt. Die Kreisbehörde hatte das Unternehmen mit Sanktionen belegt, weil ein Fahrplanhalt nicht angefahren wurde. In den kommenden Wochen wolle das Landratsamt, erklärte dessen Presseabteilung, mit dem Unternehmen im Detail reden. Die Stadt hat nach Angaben von Bürgermeisterin Eva John ein Notfallsystem etabliert: Ist der Bus nach zehn Minuten noch nicht da, soll über die Mittagsbetreuung der Grundschule ein Transport mit Taxis organisiert werden. Die Rechnung gehe an die Stadt, die sich das Geld dann wiederholen will.

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Dieses System kam allerdings noch nie zum Tragen. Zum einen trauen sich die Kinder nicht weg von der Haltestelle, um zur Mittagsbetreuung zu gehen – der Bus könnte ja noch kommen. Zum anderen hat die Schulleitung vergeblich versucht, Taxiunternehmen für den Transport zu finden – keines wollte oder konnte den Auftrag im Bedarfsfall übernehmen. Im Sommer sei das Problem nicht so gravierend, im Winter wären die Folgen weitreichender.

Besserung für diesen Fall könnte eine Schulbusaufsicht bringen, wie sie die Stadt derzeit per Stellenausschreibung für die Grundschule Söcking sucht. Die Stelle soll im Zuge des Bundesfreiwilligendienstes besetzt werden. Zu deren Aufgaben gehört, die Kinder zur Bushaltestelle zu bringen und sie dort zu beaufsichtigen. Die Stelle soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt besetzt werden.  

mm

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