Und es gibt einen Ausblick auf Weihnachten

Herr Jägerhuber verrät, wie das Wetter zur Wiesn wird

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Landkreis – Nach einem regnerisch kühlen Sommer sagt Wetter-Prophet Josef Jägerhuber, was wir für die Wiesn-Zeit zu erwarten haben. Ausblick gibt der Starnberger auch auf Weihnachten.

Regen, Regen und noch mal Regen. So bleibt dieser Sommer vielen Liebhabern der Sonnenstrahlen in Erinnerung. Für die Tristesse sorgte aber nicht die bloße Anzahl der Regentage, glaubt Josef Jägerhuber (90). „Die einzelne Niederschlagsmenge war so stark“, berichtet der Hobby-Meteorologe. Allein am 5. August hat er 65 Liter in seiner Wetterstation gesammelt – fast die Hälfte der gesamten Monatsmenge. Mit insgesamt zehn Regentagen entsprach der Monat übrigens dem bundesweiten Wert. Sonderlich warm war es auch nicht. Im August maß die Wetterstation Rothenfeld durchschnittlich 16,8 Grad (Vorjahr: 19,5 Grad). 

Jägerhuber betont: "Der Herrgott macht das Wetter"

Heuer war vor allem der Juli heftig. 193 Liter pro Quadratmeter kamen da in Starnberg vom Himmel herab, hat Jägerhuber notiert. 170 Liter waren es im Juni, jeweils 153 im Mai und im August. „Für die Sommermonate ist das schon viel“, sagt Jägerhuber. 960 Liter hat der Wetter-Prophet heuer bisher aufgefangen. In der Gilchinger Wetterstation wurden bis dato 800 Liter gemessen. So viel Niederschlag hatte der 90-Jährige nicht erwartet. In seiner Jahresprognose gemäß dem 100-jährigen Kalender hatte Jägerhuber vom Mars-Jahr geschrieben und vorausgesagt: „Es wird mehr trocken als feucht.“ Lag er damit daneben? 

„Ich bin ja nicht der Herrgott“, betont Jägerhuber immer wieder. Seit einigen Jahrzehnten zeichnet er jeden Tag Temperatur und Niederschlagsmenge auf. „Dann bin ich irgendwann darauf gekommen, dass es Wiederholungen gibt.“ Daher traue er sich, Prognosen zu erstellen – nicht aber ohne die Bemerkung: „Der Herrgott macht das Wetter.“ Seine Prognosen möchte Jägerhuber deshalb auch stets ohne Gewähr verstanden wissen. „Ich habe einen schönen Sommer vorhergesagt, vom Juni bis in den August hinein.“ Da habe es freilich auch Gewitter und starke Niederschläge gegeben. „Für den Mai und Juni hatte ich den meisten Niederschlag vorhergesagt.“ 

Nach durchwachsenem Sommer: Jägerhuber prognostiziert das Wiesn-Wetter

Nach dem durchwachsenen Sommer stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? In knapp zwei Wochen beginnt ein nicht ganz unwichtiges bayerisches Volksfest. „Zur Wiesn wird es durchwachsen und kühl“, glaubt Jägerhuber. Die erste September-Hälfte werde noch schön, dann soll es abkühlen. „Ein ausgesprochen schöner Oktober wird es dann auch nicht“, glaubt Jägerhuber. Mitentscheidend für seine Prognose: „Man sagt, wenn es am 15. August gewittert, dann ist Herbst. Und wir haben ja mittlerweile kühlere Abende.“ Ende Oktober könne es sogar Frost geben. Der August spielt auch eine Rolle, wenn Jägerhuber auf Weihnachten blickt. Da gebe es eine alte Bauernregel: Ist es Anfang August heiß, werde der Winter lange weiß. „Ich meine, dass der Dezember schon Winter bringt. Weiße Weihnacht könnte ich mir vorstellen.

Rubriklistenbild: © dpa

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