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Umweltschutz mit Auszeichnung: Herbert Schwarz (Landratsamt), Marc Dopfer, Jörn Peter, Alfred-Peter Stumvoll, Michael Korejtek, Anita Kick, Jürgen Schneider, Michael Ruck, Erik Prüstel, Landrat Karl Roth, Curt Rahn, Josef Hammerschmid, Philipp Poferl und Heiner Kelbel (v.l.) mit den Ökoprofit-Urkunden. 

Landratsamt Starnberg

Unternehmer mit Umweltbewusstsein

14 Unternehmen engagierten sich auch dieses Jahr wieder beim Projekt Ökoprofit für die Umwelt. Im Starnberger Landratsamt wurden sie am Mittwoch ausgezeichnet. 

Landkreis – Reduzierung von Einmalpappbechern, Nachtabsenkung von Ventilatoren oder die Umstellung auf Energiesparlampen – für Unternehmen gibt es viele Wege, die Umwelt zu schonen und vielfach auch noch Geld zu sparen. Im Rahmen des Projekts Ökoprofit gingen dieses Jahr wieder insgesamt 14 Unternehmen aus den Landkreisen Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau mit gutem Beispiel voran. In vier Workshops sowie 14 Vor-Ort-Beratungen entwickelten die Firmen insgesamt etwa 70 umweltentlastende Maßnahmen, die sie in ihren Betrieben umsetzten. Dafür wurden sie am Mittwoch im Starnberger Landratsamt mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Roth: Umweltschutz kostet Zeit, Kraft und Geld

„Es kostet Kraft, Zeit und Geld, auf den Umweltschutz zu achten“, sagte Starnbergs Landrat Karl Roth. Durch die Maßnahmen konnten die Ökoprofit-Unternehmen CO2-Emmissionen, Strom- und Wasserverbrauch sowie Abfall deutlich reduzieren.
Dabei zeigte das Projekt auch, dass Ökologie nicht immer zu Lasten der Wirtschaftlichkeit gehen muss. Ganz im Gegenteil: Die teilnehmenden Betriebe konnten insgesamt 220 000 Euro laufende Kosten im Jahr 2018 einsparen. „Zwar machen die Investitionen im Vergleich zu den Einsparungen etwa das Zehnfache aus“, erklärte Philipp Poferl von der Firma Arqum, die Ökoprofit ins Leben gerufen hat. „Aber dennoch sind einige Maßnahmen auch für die Unternehmen sehr lukrativ.“ So hat zum Beispiel die Akademie für Politische Bildung Tutzing in ihren Räumlichkeiten konventionelle Lampen durch LED-Lampen ersetzt. „Je nach Lampenart können wir damit 30 bis 80 Prozent Energie einsparen“, sagte der Verwaltungsleiter der Akademie, Josef Hammerschmid.

Christian Krischke-Lengersdorf von der Firma Lengersdorf in Wolfratshausen ist bereits seit Beginn des Projekt vor knapp 20 Jahren dabei. „Wir stellen Kunststoffteile her und wollen in den nächsten Jahren komplett auf ökologisch basierte Kunststoffe umsteigen“, erklärte er. Auf die Frage, wie man nach 20 Jahren noch auf neue Ideen für den Umweltschutz kommt, wusste Krischke-Lengersdorf ohne langes Überlegen eine Antwort: „Der Austausch zwischen den Unternehmen in den Workshops ist dabei wahnsinnig wichtig“, sagte er. „Da überlegt man immer, was man noch Neues tun kann.“

Die meisten Unternehmen kommen aus dem Starnberger Landkreis

Bei den Workshops könnten Unternehmen gegenseitig voneinander profitieren, neue umweltfreundliche Ideen entwickeln und diese für den eigenen Betrieb adaptieren und umsetzen, sagte auch Regina Bartusch, stellvertretende Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau, bei der Ehrung.

Die meisten Unternehmen, die sich dieses Jahr am Projekt Ökoprofit beteiligten, kamen aus dem Landkreis Starnberg. Insgesamt elf Firmen wurden gewürdigt: 3M Deutschland (Seefeld), Akademie für Politische Bildung Tutzing, GIZ Internationales Bildungszentrum Feldafind, Klinikum Starnberg, Marianne-Strauß-Klinik (Kempfenhausen), PTC Telecom (Wörthsee), Reichhart Logistik (Gilching), Schölderle Geräte- und Werkstofftechnologie (Andechs) und Siemens AG Global Leadership Center (Feldafing). Aus dem Landkreis Weilheim-Schongau wurden die Firma Schleicher Fahrzeugteile (Penzberg) sowie das Klinikum Penzberg für ihr Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet. Aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurden die Firmen Stöger Automation (Königsdorf), Lengersdorf (Wolfratshausen) und TUNAP Industrie Chemie (Wolfratshausen) geehrt.

Neueinsteiger sind im Projekt willkommen. Interessierte können sich unter  (089) 12 10 99 40 melden. Weitere Informationen gibt es auch bei der Umweltberatung des Landratsamtes Starnberg unter (0 81 51) 14 84 42.  

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