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Protest gegen Corona-Maßnahmen: Mehr „Spaziergänger“ im Kreis Starnberg

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Von: Tobias Gmach

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Coronavirus - Proteste in München
So viel los wie bei den Corona-Spaziergängen in München (Foto) war im Landkreis Starnberg am Montagabend nicht los - aber mehr als noch vor einer Woche. © Peter Kneffel

Der Straßen-Protest gegen die Corona-Maßnahmen im Landkreis Starnberg hat leicht zugenommen. Bei den sogenannten Spaziergängen am Montagabend marschierten mehr Menschen mit als noch vor einer Woche.

Landkreis – Die Teilnehmerzahlen sind im Vergleich zu anderen Landkreisen noch immer klein: Aber bei den sogenannten Spaziergängen gegen die Corona-Maßnahmen marschierten am Montagabend im Kreis Starnberg mehr Leute mit als in der Vorwoche. Laut Polizei waren es in Starnberg rund 170, in Herrsching knapp 100, in Gilching zirka 75 und in Gauting knapp etwa 50. Die Polizei Germering zieht in ihrem Pressebericht über die Zusammenkunft in Gilching eine „positive Bilanz“. Es habe keine „Zwischenfälle, Störungen oder Beeinträchtigungen anderer Verkehrsteilnehmer und Passanten“ gegeben. Das deckt sich mit den Aussagen aus den anderen Inspektionen im Landkreis.

Die Teilnehmer hätten auch die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände eingehalten, heißt es aus Gilching. Der Protestzug bewegte sich ab 18 Uhr im Bereich Rathaus, Markt und Bahnhof. Die letzten Verbliebenen traten gegen 18.45 Uhr den Heimweg an. „Einzelne Teilnehmer beider Versammlungen führten eine Kerze oder ein sonstiges Licht mit sich“, so die Polizei.

In Starnberg sangen die Spaziergänger an der Schlossberghalle ein Lied, berichtet Frank Brosch, stellvertretender Dienststellenleiter. Zum Rathaus marschierten die Gegner der Corona-Maßnahmen über die Wittelsbacherstraße, den Bahnhof See, die Maximilianstraße und den Tutzinger-Hof-Platz. Alles sei friedlich gewesen. Die Beamten hätten versucht, einen Versammlungsleiter festzustellen, waren laut Brosch aber nicht erfolgreich. Genau wie in Herrsching: „Die Kollegen haben versucht, mit den Leuten zu reden. Aber deren Bereitschaft war nicht sehr groß“, sagt Polizeichef Erich Schilling. Es seien „ganz normale Menschen“, keine Extremisten gewesen. Die Polizei Dießen registrierte keine Corona-Spaziergänge.

Eine Gegendemonstration wurde laut Landratsamtssprecherin Barbara Beck bisher nirgendwo im Landkreis angemeldet.

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