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Der Mann, der es leuchten lässt: Wolfgang Zeitter, Lehrer am Starnberger Gymnasium, ist demnäch st wieder bei einer Tagung in Berlin dabei. Er sorgt für fluoreszierende Effekte. 

Pyhsiklehrer am Starnberger Gymnasium

Der Starnberger Daniel Düsentrieb

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Pyhsiklehrer Wolfgang Zeitter begeistert Schüler am Starnberger Gymnasium mit seinen Experimenten. Eines seiner Projekte könnte nun bundes- und europaweit bekannt werden.

Starnberg – Lehrer haben viele Ideen, wie sie ihre Schüler für den Unterricht begeistern können. Das Problem: Alles muss in die Unterrichtsstunden und das enge Schulbudget passen. Am Starnberger Gymnasium haben sie einen echten Meister für solche Ideen: Wolfgang Zeitter (61). Der Biologie- und Physiklehrer tüftelte über zwei Jahre an einem Gerät mit UV und LED-Licht, das seine Schüler nachbauen können. Es entstehen fluoreszierende Effekte, Gegenstände wie eine Socke oder ein Sportschuh leuchten. „So eine Lampe kostet um die 28 Euro, kann auch 150 Euro kosten“, sagt Zeitter. Das Material für seine Version kostet einen Euro. Die Schüler können damit Fingerabdrücke nehmen oder Kleidungsfasern sichtbar machen – und einiges über Atomphysik oder Photosynthese lernen. Mit seinem Projekt hat es Zeitter bis nach Berlin geschafft: Dort präsentiert der Hechendorfer von 16. bis 18. November beim Nationalen Science on Stage Festival neben 100 weiteren Lehrern aus ganz Deutschland. Die besten elf Lehrer bekommen 2019 in Cascais (Portugal) eine noch größere Bühne.

„Die Schüler machen das unheimlich gerne“

Zeitter hat sich auf diese „Low-Cost-Projekte“ spezialisiert, eine der sechs Kategorien des Wettbewerbs. „Wenn man etwas im Unterricht etablieren möchte und es kostet narrisch viel Geld, macht das kein Kollege“, sagt Zeitter. Am Starnberger Gymnasium fragen ihn Fachkollegen schon mal nach seiner UV-LED-Lichtquelle, die Bildungsmesse in Berlin könnte das Projekt schnell an vielen Schulen bundesweit bekannt machen, nach Portugal vielleicht sogar europaweit. Den positiven Effekt spürt Zeitter aber schon im Unterricht: „Die Schüler machen das unheimlich gerne. Sie stellen fest, dass noch viel mehr fluoresziert.“ Staubteilchen auf dunklen Hosen etwa würden auch Kriminalisten in der Forensik sichtbar machen. So mancher Schüler hat schon darum gebeten, mit der UV-LED-Lichtquelle auch daheim experimentieren zu dürfen. Ein größeres Lob kann es für einen Lehrer kaum geben, Zeiterr sagte nach einer Sicherheitsbelehrung gerne zu.

Gefüftelt hat er an dem Projekt immer und immer wieder in seinem heimischen Keller. Der Anstoß: Atomphysik in der neunten Klasse. „In den älteren Physikbüchern gibt es dafür kaum praktische Anwendungen.“ Also tüftelte Zeitter wenn Zeit war, wenn es regnete, wenn Ferien waren. Sogar braune Bananen könnten weiß leuchten, sagt Zeitter, und schiebt fast entschuldigend hinterher: „Das musste ich in der Fachliteratur nachsehen.“ Ein Fach-Freak sei er aber nicht, wie Zeitter betont – dafür sind ihm Mountainbike, Skifahren und Singen in Seefeld zu wichtig.

Zeitter war mit einem Projekt schon mal in Berlin

Schon vor zwei Jahren war Zeitter in Berlin, mit seinem Soundcard-Oszilloskop. Einem Messgerät, das um die 1800 Euro kosten kann, Zeiterr machte ein Low-Cost-Projekt daraus. Er freut sich, sich wieder in Berlin inspirieren zu lassen. Vor allem aber inspiriere er die anderen Kollegen, wie die Veranstalter betonen. Schulleiter Josef Parsch freut sich über die Teilnahme: „Sie ist hoch verdient, weil er seit vielen Jahren mit besonderem Medieneinsatz, speziellen Versuchsaufbauten und genial einfachen Materialien bei seinen Schülern echte Begeisterung für die Naturwissenschaften weckt.“ Damit inspiriere Zeitter auch seine Kollegen. „Wir halten unserem ’Daniel Düsentrieb’ ganz fest die Daumen für seinen Auftritt in Berlin“, sagt Parsch.

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