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Klassenzimmer mit Aussicht: Die Klasse 3a und ihre Lehrerin Franziska Frötschl sind begeistert vom Provisorium an der Grundschule in Percha. Alle wollten in den neuen Container, sie bekamen den Zuschlag.

Grundschule Percha

Quietschvergnügt im quietschgrünen Provisorium

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Percha - Die Grundschule in Percha erfreut sich nicht nur bei den Bewohnern von Wangen, Kempfenhausen und Percha großer Beliebtheit. Die Konsequenz: Es muss erweitert werden. Die Stadt rechnet mit Kosten in Millionenhöhe.

Felicitas, Emilia und der kleine Benjamin sind stolz wie Oskar. Denn sie haben das mit Abstand modernste Klassenzimmer der gesamten Grundschule in Percha. Kein Wunder, der Schulcontainer steht ja auch erst seit den Ferien direkt neben dem Haupteingang der Schule. „Der ist voll cool“, befindet Felicitas, die heute extra genau wie ihre Lehrerin Franziska Frötschl das Dirndl angezogen hat. Alle Kinder in den Container gewollt. Eigentlich sollte die 4. Klasse hier einziehen. „Aber dann hat mir meine Freundin erzählt, dass wir hier rein dürfen“, ergänzt Emilia.

Zu heiß finden sie es nicht im Container, beteuern die Kinder übereinstimmend. Das liege an Marco und Alexandra, die haben in dieser Woche Fensterdienst. In jeder Pause lüften sie richtig durch. „Die machen das super“, stellt Benjamin fest.

Bei all der Begeisterung mag man fast nicht glauben, dass es sich beim Container nur um ein Provisorium handelt. Und doch: Als klar wurde, dass Klassen aufgrund der Schülerzahlen geteilt werden mussten, herrschte akuter Handlungsbedarf, berichtet Starnbergs Bürgermeisterin Eva John. Mittlerweile gehen 108 Kinder in Percha zur Schule, das Gebäude aus den 60er Jahren platzt aus allen Nähten. „Im Herbst beginnen die Planungen für einen Um- und Anbau“, so John.

Grundschule Percha ist wahnsinnig beliebt

Im Anbau sollen entweder drei Klassenräume oder zwei Klassenzimmer und ein Raum für die Mittagsbetreuung eingerichtet werden. Im Schulhaus würde dadurch Platz für ein Lehrerzimmer und ein Computerkabinett entstehen. „Dafür werden wir sicher mehr als eine Million Euro ausgeben müssen“, schätzt John. Aber bis die Bauarbeiten beendet sind, behelfe man sich mit dem nagelneuen Schulcontainer, den die Stadt für drei Jahre gemietet hat.

Die Grundschule in Percha mit ihrem tollen Pausenhof, auf dem sich sogar ein kleiner, knöcheltiefer Teich befindet, sei eben wahnsinnig beliebt – und das nicht nur bei den Einheimischen, so John. Das liege durchaus auch am dörflichen, gemütlichen Charakter der Schule. Zahlreiche Starnberger würden ihre Kinder jeden Morgen raus nach Percha bringen.

Das freut natürlich auch die Schulleiterin Sonja Hörmann. Eigentlich wollte sie mit ihrer vierten Klasse in den Container ziehen, verrät sie. Aber eine Schulleiterin muss im Hauptgebäude sein. Die ersten Klassen durften auch nicht in den neuen Klassenraum mitten im Grünen – die Gefahr wäre zu groß gewesen, dass sie sich beim Gang auf die Toilette verlaufen. So blieb die 3a übrig und Felicitas, Emilia und Benjamin durften sich freuen.

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