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Für kurze Zeit können Kunden und Besucher nun wieder am Geschäft in Percha parken.

Radstreifenstreit

Seestraße: Es bewegt sich was

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Der neue Radstreifen auf der Seestraße in Percha erhitzt weiter die Gemüter. Allerdings hat die Stadtverwaltung mittlerweile einige Kritikpunkte der Anlieger ausgeräumt.

Percha – So schnell kann‘s gehen. Vergangenen Mittwoch berichtete der Starnberger Merkur darüber, dass die Kunden von Blumenhändlerin Hannelore Heinrich, die seit über 40 Jahren ihr Geschäft an der Ecke Berger/Seestraße in Percha betreibt, nirgendwo mehr parken können. Denn direkt am Gartenzaun, wo bisher die Fahrer der paar Autos pro Tag kurz halten konnten, um frische Blumen oder kleine Geschenke zu kaufen, verläuft jetzt der Radstreifen. Und somit herrscht Halteverbot.

Hannelore Heinrich fürchtete nun, dass ihre Kunden einen Strafzettel bekommen. Doch es kam ganz anders. Kaum war der Beitrag im Starnberger Merkur erschienen, rückten wieder einmal die Männer vom Bauhof an und – so berichtete es Frau Heinrich gestern – montierten auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Halteverbotsschild ab. „Nun können da zwei Autos hintereinander stehen“, sagt sie. Und damit nicht genug: „Nun habe ich es schriftlich, dass meine Kunden fünf Minuten am Laden halten können, um schnell einige Besorgungen zu machen“, so die Ladenbesitzerin weiter. Starnbergs Bürgermeisterin Eva John bestätigte gegenüber unserer Zeitung die Existenz eines solchen Schreibens: „Die Anlieger der Seestraße, Tassiloweg, Bachweg, Paul-Thiem-Weg, Schiffbauerweg und Lüßbachweg haben ein Informationsschreiben erhalten. Frau Heinrich, mit der ich vorletzte Woche bereits vor Ort gesprochen habe, habe ich den Brief persönlich überreicht und die aktuelle Situation nochmals erläutert.“

Stadt räumt Fehler bei Bürgerinformation ein

In besagtem Schreiben, das dem Starnberger Merkur vorliegt, entschuldigt sich John für die Informationspolitik bei der Ausweisung des Radstreifens: „Leider haben es die Mitarbeiter des Ordnungsamtes versäumt, alle Anlieger in geeigneter Art zu beteiligen und zu informieren.“

Sie könne gut verstehen, dass der teilweise Wegfall der Parkmöglichkeiten zu Beschwerden führt: „Es ist ein großer Unterschied, ob ich quasi vor der Haustüre auf öffentlichem Straßengrund oder ob ich auf dem eigenen Grundstück oder auf öffentlichen Straßenflächen, die im Zweifel etwas weiter entfernt liegen, parken kann.“ Daher sei der Verwaltung sehr daran gelegen, dass während der maximal einjährigen Testphase „möglichst viele ihre Anregungen, Wünsche oder Forderungen in der Testphase konkret mitteilen. Je mehr Informationen die Stadtverwaltung hat, desto besser kann die erforderliche Abwägung der unterschiedlichen Interessen vorgenommen werden“, so John.

Schon wieder wurden die Markierungen geändert

Dann bleibt auch noch genug Zeit, die Straßenmarkierungen korrekt aufzubringen. Nachdem beim ersten Mal der Radstreifen zu schmal und teilweise nicht auf öffentlichem Grund eingezeichnet worden war, hatte man die Streifen überpinselt und neu aufgemalt. „Seit dem Beginn der Markierungsarbeiten durch eine Fremdfirma sind die Mitarbeiter des Ordnungs- und Tiefbauamtes bemüht, die Markierungsarbeiten ordnungsgemäß durchführen zu lassen“, so die Bürgermeisterin dazu. Am Freitag rückte die Firma ein weiteres Mal an, überpinselte die Radsymbole auf dem Radstreifen und sprühte sie anschließend richtigherum auf die Straße.

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