Roberto Mestanza hat die Filmvorführung in Starnberg mitorganisiert.

Gegen Multiple Sklerose

Wohltätige Radtour: „Unglaublicher Zusammenhalt!“

Starnberg - Roberto Mestanza beteiltigt sich an Radtour gegen Multiple Sklerose und organisiert einen Filmvormittag.

Auf einer Fahrrad-Tour nach Barcelona lernte Roberto Mestanza aus Tutzing, Mitglied im Radsportclub Weilheim, Andreas Beseler kennen. „Besi“ ist seit 24 Jahren MS-krank und kann dem Fortschreiten der Krankheit nur durch das Radfahren entrinnen. Sein Leben und sein Engagement gegen die Krankheit teilt Besi auf seiner Website und inspiriert viele Menschen. 

Nun laden Roberto Mestanza und das Starnberger Kino Breitwand (Wittelsbacherstraße 10) ein, sich einen Film der Radtour nach Barcelona und der dreiwöchigen Radtour durch Kanada anzuschauen. Besi selbst reist aus Hessen zur Vorstellung am Sonntag, 10. April, ab 11 Uhr an. Daneben kommen auch Bürgermeisterin Eva John und Radrennfahrer Wolfgang Sacher, der bei den Paralympics drei Goldmedallien holte.

Wovon handelt der Film?

Roberto Mestanza: „Die Tour fürs Leben“ ist ein Mutmacher-Film über Besis Schicksal, er ist ja dazu verdammt, jeden Tag Fahrrad zu fahren, um seine MS „kleinzuhalten“. Der Film zeigt auch, wie viel Besi durch seine Radtouren schon bewegt hat. Die Doku hat gerade den hessischen Fernsehpreis 2016 gewonnen.

Sie waren bei der Barcelona-Tour dabei. Welche Erfahrung war das?

Mestanza: Es war ja eine Inklusions-Tour mit einem Team, in dem einige ständig Hilfe brauchten. Am Anfang habe ich mich schon gefragt, wie wir die zwölf Tage schaffen sollen. Aber der Zusammenhalt war unglaublich! Wirklich unglaublich! Alle hatten gute Laune und sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen.

Wohin gehen die Spenden?

Mestanza: Bei den Touren führt jeden Tag jemand Internet-Tagebuch, daneben können die Leute spenden. Bei der Tour nach Barcelona sind so 55 555 Euro zusammengekommen. Die gehen dann an die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung in München, die zum Beispiel Wohnungsumbauten für MS-Kranke bezahlt.

Interview: Lara Gohr

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