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Geschafft: Die Fernpasshöhe auf 1216 Meter ist erreicht.

Kreisjugendring

Der erste Alpenpass ist geschafft

Starnberg-Torbole am Gardasee. 430 Kilometer und 4000 Höhenmeter liegen vor 22 Jugendlichen und ihren sechs Betreuern vom Kreisjugendring (KJR) Starnberg. Über die zweite, anspruchsvolle Etappe berichtet Tour-Leiter Claus Piesch.

Landkreis – „In der verregneten ersten Nacht der Alpenüberquerung muss gegen Mitternacht ein Zelt geräumt werden, da es undicht ist Die Jungs verteilen sich auf andere Zelte. Etwas unausgeschlafen geht es dann auf die zweite Tagesetappe.

Abfahrt 9.40 Uhr in Grainau, alle haben sich Regenschutz übergezogen. Nach zehn Kilometern folgt ein erster Halt zum Umziehen. Eine richtige Entscheidung, denn das Wetter hielt bis zum Ziel. Schon einen Kilometer weiter wird – fast unbemerkt – die Landesgrenze nach Österreich überfahren. Nach 19 Kilometern erreichen wir Ehrwald. Wir folgen den Spuren der Via Claudia Augusta, einer der wichtigsten Römerstraßen. Sie führt von Donauwörth über Füssen, Meran, Bozen und Trient nach Venedig und mit einem Abzweig über Verona nach Ostiglia.

Tapfer haben sich auch (v.l.) Marius Drobisz (15), Adriano Habeck (16) aus Pöcking und Kilian Brandner (15) aus Königswiesen geschlagen. Adriano ist schon dreimal den Donauradweg Passau-Wien mitgeradelt. Marius und Kilian sind erstmals mit dem Kreisjugendring auf Tour. Sie haben ein umfangreiches Vorbereitungstraining mit langen Touren absolviert.

Etwa vier Kilometer nach Ehrwald geht es bei Biberwier stetig nach oben. Vom Ausgangspunkt in Grainau (750 Meter) klettern wir bis Biberwier bereits auf 1000 Höhenmeter. Der Fernpassradweg besteht aufwärts fast durchgehend aus Forstwegen mit grobem Kies. Der höchste Punkt des Radweges liegt bei über 1300 Meter. Die Jungs halten gut durch und die Nachhut schließt immer zügig auf. Signale werden durch Handzeichen, Zuruf oder mit der Trillerpfeife übermittelt. Kontakt halten die Betreuer der Gruppe über Funkgeräte. Inzwischen ist es angenehm sonnig geworden. Nach 32 Kilometern ist die Fernpasshöhe (1216 Meter) an der Bundesstraße erreicht. Am Parkplatz ist die heiß ersehnte Brotzeit bereits vorbereitet.

Kurz vor der Weiterfahrt muss der erste Platten geflickt werden, bis es wieder auf den Radweg geht, der von der viel befahrenen Straße weg führt. Die letzten 23 Kilometer verlaufen durch herrliche Landschaft und überwiegend abwärts. Wir fahren durch das Schloss Fernstein und durch die Orte Nassereith und Tarrenz bis nach Imst. Dort werden werden wir gegen 17 Uhr am Zeltplatz vom Pächter außerordentlich freundlich und zuvorkommend begrüßt. Unsere Begleitfahrer haben die durchnässten Zelte bereits zum Trocknen ausgelegt. Wir müssen nur noch unsere nassen Sachen auf lange Leinen hängen. Abends gibt es Käsespätzle und Salat, was nach dieser Tagesanstrengung in großen Portionen verspeist wird. Die Nachtruhe folgt schon recht früh. Weitere 55 Kilometer sind geschafft und der erste von zwei Pässen erfolgreich gemeistert.“

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