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So schön anzuschauen: Die Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins Starnberg beim Trachtenumzug zur Wiesn 2017. Auch heuer haben sie wieder ihr Boot dabei, das von vier Pferden gezogen wird.

Nach sieben Kilometern locken eine Mass und ein halbes Hendl

Rausgeputzt zur Wiesn: Diese Trachtler aus dem Landkreis sind beim Umzug dabei

Vier Vereine aus dem Landkreis Starnberg nehmen am Samstag am Trachten- und Schützenzug des Münchner Oktoberfestes teil. Allein der Heimat- und Volkstrachtenverein Starnberg ist mit 80 Aktiven dabei.

Starnberg/Landkreis – Zweige rascheln, ab und zu ist ein Hämmern zu hören. Konzentriert binden die Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins Starnberg Buchskränze, polieren Otterfellhauben und bauen ihren Wagen zusammen. Denn an diesem Sonntag, 22. September, sind die Starnberger nach einem Jahr Pause wieder beim Trachten- und Schützenzug auf dem Münchner Oktoberfest dabei – und die Vorfreude ist täglich gestiegen.

Drei Tage dauert es, bis sie ihren Wagen in Form eines Beibootes des königlichen Prunkschiffs „Buzentaur“ geschmückt haben. „Als Dekoration gibt es viel Buchs, Kränze und Tücher. Ein richtiger Festwagen halt“, sagt Vorsitzende Judith Bucher. Mit der Zugnummer 23b sind die Starnberger in der vorderen Hälfte des Zuges dabei, zusammen mit der Stadtkapelle Starnberg, gleich hinter dem Paulaner-Prachtgespann.

Dort können die Zuschauer den Wagen, die prachtvolle Fischertracht mit Otterfellhauben oder Kranl (Krönchen) und Bratenrock bewundern. „Wir haben 300 Vereinsmitglieder, davon sind 80 aktive Trachtenträger, die auch dieses Jahr wieder mitmarschieren werden“, erzählt Bucher, die als Sechsjährige zum ersten Mal mitgelaufen ist und heuer bereits zum 17. Mal dabei ist. Der zweijährige Turnus hat sich längst eingebürgert. „Wer mitlaufen darf, entscheidet der Festring München“, erklärt Bucher. „Es gibt viele Bewerber und andere Vereine haben eine ähnliche Fischertracht wie wir.“

Unzählige Zuschauer stehen hinter den Absperrungen und jubeln den Trachtlern zu, die um 10 Uhr von der Maximilianstraße aus losmarschieren – sieben Kilometer weit bis zur Theresienwiese. „Die schaffen das schon“, sagt Bucher auch über die Teilnehmer der Stadtkapelle. „Außerdem gibt es Absprachen, damit nicht alle Kapellen gleichzeitig spielen“. Das gleiche gilt natürlich für die Hechendorfer Blasmusik und die Blaskapelle Pöcking, die beide die Zugnummer 37 haben.

Die Stimmung beschreibt Judith Bucher als etwas ganz Besonderes: „Schließlich ist es ja der erste Wiesnsonntag“, sagt sie. Trotz der feierlichen Atmosphäre sind aber alle froh, wenn sie die Fischer-Vroni erreicht haben. Das Wetter dürfte perfekt werden. Sonne und Wolken und knapp 20 Grad sagen die Meteorologen voraus. „Wir haben von Hagel bis 30 Grad schon alles erlebt“, sagt die Vorsitzende. „Klar, dass man erleichtert ist, wenn alles gut geklappt hat.“ Und was erwartet sie im Festzelt? Bucher: „Auf jeden Fall ein Bier und ein halbes Hendl.“ 

Von Vanessa Lange

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