+
Gut drei Stunden nach dem Unfall waren die Betreiber dabei, den Imbissstand wieder einzurichten.

Polizeibericht

Regionalbus sorgt im Döner-Imbiss für Chaos

  • Stephan Müller-Wendlandt
    VonStephan Müller-Wendlandt
    schließen

Hohen Sachschaden hat der Fahrer eines Regionalbusses an einem Imbissstand auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes beim Bahnhof Nord in Starnberg angerichtet.

Starnberg – Er gilt unter den Liebhabern der gefüllten Fladenbrote als bester Döner-Imbiss in Starnberg. Der Zulauf zu dem fahrbaren Stand auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes beim Bahnhof Nord ist enorm. Vor allem zur Mittagszeit kommen zahlreiche Mitarbeiter und Angestellte aus den Betrieben in dem benachbarten Gewerbegebiet dorthin, um sich zu stärken. Am Freitag aber mussten die Kunden hungrig wieder von dannen ziehen. Für einige Stunden blieben der Dönerspieß und die Fritteusen kalt.

Was war geschehen? Einer der Stammkunden des Imbissstandes ist ein 43-jähriger Busfahrer, der sich auch am Freitag seinen Döner schmecken lassen wollte. Er steuerte seinen Bus von der Leutstettener Straße auf den Parkplatz und wollte nach links, parallel zum Edeka-Markt fahren, um dort sein Fahrzeug abzustellen. So weit kam es aber nicht. „Bei diesem Busmodell sind die Außenspiegel ähnlich wie Insektenfühler oben am Bus angebracht und entsprechend stabil ausgeführt“, schreibt Polizeihauptkommissar Oliver Jauch in seinem Pressebericht. Er mutmaßte mit einer Portion Sarkasmus, dass der Fahrer den Begriff „Drive in“ einer bekannten Schnellrestaurant-Kette falsch verstanden haben muss: Der rechte Außenspiegel des Busses kam der hochgeklappten Verkaufslade des Standes zu nah und schob diesen gegen das Vordach des Marktes.

Durch die unfreiwillige Bewegung wurde das Innenleben des Standes – Einbauten, Geräte, Lebensmittel – durcheinandergewirbelt und beschädigt, auch brach die Achse des Gefährts. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von 10 000 Euro aus. In dieser Summe ist der entgangene Umsatz der Imbissbetreiber noch nicht enthalten. Personen kamen nicht zu Schaden.  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare