+
Neue Gastronomen in der Stadt: Gianni Cardillo  (r.)  und William Occorso bauen das frühere „StaSera“ derzeit um. Eröffnung soll noch diesen Monat sein. 

Gastronomie

Genuss an der Meerenge

  • schließen

Der eine Italiener geht, der nächste folgt: Das „StaSera“ in Starnberg bekommt als Nachfolger das „Il duetto dello stretto“. Eröffnung: in Kürze

Starnberg – „Das Duett der Meerenge“ heißt ein neues Restaurant in Starnberg. Der Name klingt kryptisch, zumindest ungewöhnlich. Schreibt und liest man die Bezeichnung in ihrer ursprünglichen Sprache, bekommt sie nicht nur ein anderes Bild, sondern auch einen anderen Klang: „Il duetto dello stretto“. Es geht um ein italienisches Restaurant. Und der eigenwillige Name ist kein Fantasieprodukt, sondern hat einen ganz bewussten Bezug zu den Betreibern des Lokals, zu deren Herkunft und zu dem Anspruch, dem die beiden jungen Gastronomen gerecht werden möchten.

Eröffnung noch im November

Seit etwa drei Wochen herrscht emsiges Treiben in den Gasträumen mit der Adresse Wittelsbacherstraße 12. Handwerker und die neuen Inhaber samt Unterstützung durch Familienmitglieder geben sich alle erdenkliche Mühe, wieder klar Schiff zu machen. Um diese Aufgabe sind sie nicht zu beneiden. Übliche Haushaltsreiniger sind an vielen Stellen überfordert, da müssen schon schwerere Geschütze aufgefahren werden, um den Spuren Herr zu werden. Hinterlassenschaften des „StaSera“ bzw. der „Sky Bar“, die Ende Oktober ihre Pforten schließen mussten – für Eingeweihte nicht unerwartet.

Gianni Cardillo (35) und William Occorso (28) sind aber optimistisch, noch im November das zu erfüllen, was der Aushang vor dem Lokal verspricht: Neueröffnung in Kürze. Die beiden kommen aus dem Süden Italiens, Cardillos Wiege stand in Kalabrien, Occorso wuchs in Sizilien auf – und dazwischen liegt eine Meerenge: die nicht nur bei Passagieren von Kreuzfahrtschiffen beliebte Straße von Messina. Das ist die Begründung für den zweiten Teil des Lokalnamens.

Wirte heiraten Schwesterpaar

Das Duett meint nicht nur die durch die Meerenge getrennten italienischen Regionen Sizilien und Kalabrien. Auch die beiden Gastronomen sind ein Duett, spätestens seit sie jeweils eine Hälfte eines Schwesternpaares geheiratet haben. Die beiden Frauen entstammen ebenfalls einer italienischen Familie, sind aber im Würmtal aufgewachsen. Ihre Männer kamen mit 15 bzw. 17 Jahren nach Deutschland. Hier waren sie dann in der Gastronomie tätig, zunächst in München, Occorso zuletzt in Ottobrunn und Cardillo in Wolfratshausen im „Italy“, das nach Auswertung von Gästebewertungen zu den besten Lokalen der Loisachstadt zählt.

Nun möchten die beiden in Starnberg in die Selbstständigkeit starten – mit Unterstützung ihrer Familien. Dazu gehört auch Domenico Tripaldi, der Bruder der beiden Frauen und damit Schwager der jungen Wirte. Tripaldi vertritt den italienischen Spirituosen-Hersteller „Gruppo Caffo“ als Geschäftsführer in Deutschland und Österreich. Er hat beste Verbindungen in der Branche, aber auch zu Winzern, von denen das „Il duetto“ seine Weine beziehen wird. Die werden nicht nur in dem neuen Lokal ausgeschenkt. Die Gäste können sie auch flaschenweise für Zuhause erwerben.

Pizzabäcker mit 25 Jahren Erfahrung

Tripaldi ist zudem ein eloquenter Manager, der für seine Schwager auch den Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit betreut. Seinen Angaben zu Folge will das „Il duetto“ das Flair einer typisch süditalienischen Pizzeria in Starnberg etablieren. Der passende Holzofen wurde vom Vorgänger übernommen. Für die Qualität und Authentizität der vielseitig belegten Hefefladen soll ein italienischer Pizzabäcker sorgen, der sein Handwerk am Südzipfel des Stiefels gelernt hat und schon seit 25 Jahren erfolgreich praktiziert. Wem die Pizza nicht genug ist, wird auf der Speisekarte des neuen Lokals auch typische Antipasti, Pasta-Gerichte und andere italienische Spezialitäten finden – „dolce“, also Süßspeisen, eingeschlossen.

Apropos Authentizität: Neben Weinliebhabern sind im „Il duetto“ auch Biertrinker willkommen. Denen wird frisch gezapftes Helles und Weißbier ausschließlich vom Starnberger Brauhaus serviert. Dessen Spezialbier wird aus der Flasche eingeschenkt. Tripaldi: „Was anderes kommt für uns hier in Starnberg nicht ins Bierglas.“ Dann zum Wohl, auf einen guten Einstand.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Greinwald: Parkgebühren am Bahnhof
Die bisher umsonst nutzbaren Parkplätze am Tutzinger Bahnhof dürften kostenpflichtig werden. Einheimische erhoffen sich dadurch auch eine abschreckende Wirkung auf …
Greinwald: Parkgebühren am Bahnhof
saddsadsa
saddsadsa
Das ist Erlings erste Demo
Minustemperaturen halten Grundschüler nicht von ihrer Demonstration durch Erling ab. Sie ärgern sich schon lange über Hundekot, Scherben und Zigaretten auf ihrem Gelände.
Das ist Erlings erste Demo
Die Räuberpistole von der toten Schwester
Ein merkwürdiger Kunde taucht in mehreren Starnberger Geschäften auf. Der Polizei liegt in der Zwischenzeit eine Anzeige vor.
Die Räuberpistole von der toten Schwester

Kommentare