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Der östliche Teil der Rheinlandstraße am Gymnasium wurde im vergangenen Jahr umgestaltet. Hier ein Foto der damaligen Bauarbeiten.

Bauausschuss

Rheinlandstraße: Radweg gestoppt

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Die Stadtverwaltung ist mit ihrer Idee abgeblitzt, einen Radweg entlang der westlichen Rheinlandstraße anzulegen. Selbst drei verschiedene Varianten konnten den Bauausschuss nicht überzeugen.

Starnberg – Am Ende stand zwar nur eine Vertagung – ein positives Votum des Bauausschusses für einen Radweg entlang des westlichen Teils der Rheinlandstraße war jedoch in weiter Ferne. Bürgermeisterin Eva John warb in der jüngsten Sitzung des Gremiums für diesen „Lückenschluss der Geh- und Radwegeverbindung zwischen Bahnhof Nord und Maisinger Schlucht“. Drei Varianten stellte Stadtbaumeister Stephan Weinl für den Abschnitt zwischen Ferdinand-Maria-Straße und Hanfelder Straße vor.

Variante eins sah den Vollausbau eines Geh- und Radweges auf der nördlichen Seite der Rheinlandstraße vor, auf der sich auch die Post befindet. 3,80 Meter statt bislang 1,80 Meter hätte dieser Streifen breit werden sollen, für die Fahrbahn seien dann immer noch 5,50 Meter vorhanden, rechnete Weinl vor. Dafür hätten jedoch sämtliche Parkplätze entlang der Rheinlandstraße wegfallen müssen. Kosten dieser Variante: 540 000 Euro – „grob geschätzt“, wie Weinl sagte.

Die beiden Alternativvorschläge kamen ohne eigenen Radweg aus. Dafür hätten die Parkbuchten auf beiden Seiten der Rheinlandstraße versetzt angeordnet werden sollen, um den Straßenverkehr zu verlangsamen – und so die Strecke für Radler sicherer und attraktiver zu gestalten. Hier lagen die Kostenschätzungen zwischen 75 000 Euro (einfacher Umbau) und 180 000 Euro (mit Baumpflanzungen).

Wolle man in Starnberg den Radverkehr weiter fördern, sei diese Maßnahme „wichtig“, sagte der Stadtbaumeister. Die von Starnbergern selbst verursachten Verkehrsprobleme ließen sich nur lösen, indem man Fuß- und Radwegeverbindungen attraktiv gestaltet und die Bürge dazu bringt, das Auto stehen zu lassen. „Wenn nur fünf Prozent der Menschen weniger Auto fahren, ist das schon ein Gewinn“, sagte er.

Überzeugt waren die Mitglieder des Bauausschusses durch Weinls Ausführungen nicht, im Gegenteil: „Es sind zu viele Fragen offen“, sagte Christiane Falk (SPD). CSU-Fraktionschef Ludwig Jägerhuber geizte nicht mit Kritik. Versetzte Parkbuchten in der Rheinlandstraße würden ein Chaos auslösen und auch die Situation für die Feuerwehr verschärfen, sagte er. „Wenn, dann macht nur Variante eins Sinn, aber mit Parkmöglichkeiten.“ Die Post müsse schließlich anfahrbar sein.

Gerd Weger (CSU) erinnerte an einen Grundsatzbeschluss des Stadtrats, innerstädtische Verkehrsplanungen derzeit ruhen zu lassen. Und Angelika Kammerl (Parteifreie) kritisierte den Zeitpunkt der Rathausvorlage. „Wir haben bislang keinerlei Haushaltsplanung für 2018“, sagte sie. „In so einem Moment eine solche Planung zu bringen, ist mehr als ungünstig.“ Mit Blick auf die städtischen Finanzen könne sie derzeit keiner Planung zustimmen. Auch der passionierte Radler Winfried Wobbe (UWG) will zunächst wissen, wie es um den Stadt-Etat bestellt ist. „Ich bin generell dafür, etwas für Radfahrer zu machen, und das ist eine wichtige Achse“, sagte er „Aber wir müssen auf jeden Fall die Haushaltsberatungen abwarten.“

Auf Antrag von Professor Günther Picker (WPS) wurde das Thema schließlich vertagt – ob und wann Eva John es wieder aus der Schublade holt, ist offen.

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