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Kirchen pfleger Wolfgang Wittmann im Mittelschiff von St. Ulrich: Saniert werden müssen unter anderem Teile der Rundfenster in den Längswänden und die Pendelleuchten, die ebenfalls unter Denkmalschutz stehen.

Sanierung

Neuer Feinschliff für St. Ulrich

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Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich in Söcking muss in weiten Teilen saniert werden. Der Kulturausschuss hat einen städtischen Zuschuss bis maximal 124 000 Euro genehmigt.

Söcking – Söckings Wahrzeichen bröckelt. Also nicht so sehr, dass man sich große Sorgen machen muss. Aber dennoch: Eine Sanierung der Pfarrkirche St. Ulrich sechs Jahrzehnte nach deren Einweihung ist unabdingbar. In den beiden vergangenen Jahren wurden für rund 620 000 Euro bereits die Heizung, die Elektrik und die Toilettenanlagen im Pfarrzentrum nebenan erneuert. Im nächsten Jahr geht es darum, die sichtbaren Schäden an der Kirche zu beheben. Die Kosten diesmal schätzt die Hauptabteilung der Bischöflichen Finanzkammer auf 307 000 Euro.

Kirchenpfleger: „Alles ist mit den Denkmalschutz abgestimmt“

Am Mittwochabend beschäftigte sich der Kulturausschuss des Stadtrats mit der Mängelliste, die nicht weniger als zwölf Punkte umfasst, darunter eine neue Schließanlage für Kirche und Pfarrhof, neue Regenrinnen am Kirchenschiff, neue Türen für Sakristei und Lager, den Einbau einer Heizung für Organist und Kirchenmusiker, die Sanierung von Wasserflecken, den Ersatz für 20 beschädigte Scheiben an den großen Rundfenstern und die Neuinstallation der gesamten Elektrotechnik. Den größten Batzen mit alleine 90 000 Euro macht eine neue Beleuchtung im Kirchenschiff aus.

Die Aufhängungen der 18 Pendelleuchten sind nicht gesichert, ein Fehlerstromschutzschalter fehlt ganz. In diesem Zusammenhang werden die Lampen zudem auf moderne LED-Technik umgestellt. Ein neuer Putz wird im Zuge der Arbeiten natürlich auch gleich aufgetragen.

„Alles ist mit den Denkmalschutz abgestimmt“, erklärte Kirchenpfleger Wolfgang Wittmann. Schließlich steht das Ensemble mit der 61 Meter langen und 18 Meter breiten Kirche im Mittelpunkt unter besonderem Schutz.

Die Stadt übernimmt 124 000 Euro der Sanierungskosten

Drei Fünftel der Kosten bringt die katholische Kirche selbst auf: 50 000 Euro steckt die Katholische Kirchenstiftung St. Ulrich in die Arbeiten, das Bischöfliche Ordinariat in Augsburg stellt weitere 133 000 Euro in Aussicht. Macht einen Fehlbetrag von 124 000 Euro, den die Stadt übernimmt. Einstimmig segnete der Kulturausschuss den Zuschuss bis zu dieser maximalen Höhe ab. „Das Geld ist gut angelegt“, sagte Anton Summer (BMS). „Besser man saniert die Kirche jetzt, als wenn man irgendwann zusperren müsste.“

Die Arbeiten sollen in Absprache mit der Diözese nächstes Jahr über die Bühne gehen. Dazu ist auch ein großes Gerüst im Innenraum erforderlich. Es soll aber immer nur auf einer Seite des Kirchenschiffs stehen, sodass der Kirchenbetrieb auch während der Bauarbeiten weiter möglich ist.

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