Rätselhafte Messerattacken in Nürnberg: Drei Frauen schwer verletzt - Täter auf der Flucht

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Essen und Trinken zum Mitnehmen und vor Ort Genießen: Dr. Anita und Markus Stangl lassen die Restaurantflächen in den Starnberger See-Arkaden derzeit komplett umbauen. Erö ffnung soll im Frühjahr sein.

Gastronomie

Schmackhaftes nicht nur zum Mitnehmen

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Die Spatzen pfiffen es vor Weihnachten von den Dächern: Das „Vis à Vis“ muss Ende des Jahres schließen. Der damalige Betreiber widersprach: „Wir bauen nur um.“ Umgebaut wird in dem Lokal gegenüber vom Seebahnhof tatsächlich, Auftraggeber sind aber die neuen Mieter.

Starnberg– Die bis zum Boden reichenden Fensterflächen sind komplett zugeklebt. Das vormalige „Vis à Vis“ am Starnberger Bahnhofplatz ist seit dem 1. Januar geschlossen. Der Hauseigentümer, die R+V-Versicherung, hatte den zum Jahresende 2017 ausgelaufenen Mietvertrag mit dem Restaurantbetreiber nicht mehr verlängert. Der Schriftzug „Vis à Vis“ ist von der Fassade verschwunden und an den Fenstern überklebt. Farbige Plakate und Transparente machen Appetit auf die angekündigte Neueröffnung. „Take away – Buffet – Restaurant“ ist darauf zu lesen.

Gastronomische Idee aus den USA

Im Innern des Lokals sieht es derzeit allerdings noch wenig appetitlich aus. Alles ist herausgerissen – die Decken bis auf den blanken Beton, der Fußboden bis auf den Estrich. Die Hauptversorgungsleitungen liegen frei. Die noch an den Wänden verbliebenen Fliesen werden auch noch in dem Bauschuttcontainer draußen vor der Tür landen.

Auf der Baustelle geht es geschäftig zu. Einige Arbeiter beseitigen die Reste der bisherigen Einrichtung, dazwischen sind Vertreter verschiedener Handwerksfirmen, Planer und die neuen Mieter: Dr. Anita und Markus Stangl. Das Unternehmer-Ehepaar setzt eine Idee um, die es seit knapp zwei Jahren verfolgt. Diese gastronomische Idee haben die Stangls aus den USA mitgebracht, aus New York, wo die so genannten Delis sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Deli steht für Delikatessen. Damit sind aber keine Feinkostgeschäfte gemeint, sondern kleine Lokale, die schmackhaftes Essen anbieten zu zivilen Preisen und auch zum Mitnehmen – und das zu jeder Tageszeit.

Pizza, Nudeln, Steaks und Salat auf der Karte

Von 6 bis 22 Uhr – bei Bedarf und Nachfrage auch länger, so Markus Stangl – soll auch das Starnberger „Deli“ geöffnet sein. Wobei diese Bezeichnung nicht der Name des neuen Lokals sein wird. „Da sind wir noch in der Findungsphase“, sagt Anita Stangl. Der Name soll das junge wie ältere Publikum gleichermaßen ansprechen.

Das kulinarische Angebot startet mit einem reichhaltigen Frühstück, das sich als Buffet präsentieren wird. Von Müsli über Quark- und Frischkäsezubereitungen bis zu Fruchtaufstrichen, Wurst- und Käsevariationen, frisch vor Ort gebackenen Brotwaren, Obst und einer reichen Getränkeauswahl wollen die Stangls alles bieten, was das Frühstücksherz begehrt. Mittags und abends ist die Speisekarte gefüllt mit Pizza aus dem Steinofen, frischen Nudelgerichten, Steaks mit Pommes frites, Salatbuffet und anderen warmen Speisen. Abends lädt zusätzlich eine Wein- und Cocktailbar zum Verweilen ein.

Apropos Cocktails: Da möchten die Stangls eine Spezialität nach Starnberg holen, die derzeit in Berlin der „Hype“ ist – Kukki-Cocktails. Das sind mit frischen Zutaten zubereitete Drinks, die schockgefrostet werden. Vor dem Verzehr werden sie in speziellen Kukki-Toastern aufgetaut – einmal durchschütteln und vor Ort, am Seeufer, auf der Terrasse des Lokals oder daheim genießen. Stangs legen großen Wert auf regionale Identität. So werden sie mit Zulieferern und Partnern aus der Region zusammenarbeiten – zum Beispiel mit Gutekunst aus Starnberg (Gemüse, Obst), dem Konrad-Hof aus Unering (Fleisch und Bioprodukte), Dallmayr (Kaffee) oder Bio-Bäcker Michael Schwarzmaier aus Peiting.

„Wir sind in erster Linie Unternehmer“

Das Prinzip der Mitnahme von Speisen und Getränken ist nur ein Angebot. Wer vor Ort verzehren möchte, wählt in dem Selbstbedienungslokal aus, bestellt, bezahlt und macht es sich an einem der 75 Sitzplätze gemütlich – im Sommer stehen noch einmal 75 Plätze auf der mit Schirmen geschützten Terrasse bereit. „Und wer hereinkommt, um nur mal den Köchen bei der Arbeit zuzuschauen, ist auch willkommen“, versichert Anita Stangl. Denn Transparenz ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsphilosophie.

Wie kommen eine ausgebildete Grundschullehrerin, die 2006 in Starnberg die „MedienLB“ gegründet hat (produziert Lehrfilme für den Schulunterricht), und ein Rechtsanwalt dazu, in die Gastronomie einzusteigen? „Wir sind in erster Linie Unternehmer“, sagt Markus Stangl, „da gibt es keine Grenzen.“ Übrigens: Beide verbindet die Leidenschaft für das Schachspiel – er ist Großmeister, sie hat unter anderem die Deutsche Meisterschaft im Frauenschnellschach gewonnen.

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