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Die Uhr tickt: Ende 2017 läuft nach 30 Jahren der Vertrag zwischen der Stadt Starnberg und der Deutschen Bahn über das Projekt Seeanbindung aus.

Schöner zum See

Forderung nach konkretem Plan

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Seit 30 Jahren wird über den Zustand des Bahnhofs See in Starnberg gestritten. Das sichtbare Ergebnis ist gleich null. Dem Verein „Schöner zum See“ reißt daher jetzt der Geduldsfaden.

Starnberg – Die Uhr tickt: Ende 2017 läuft nach 30 Jahren der Vertrag zwischen der Stadt Starnberg und der Deutschen Bahn über das Projekt Seeanbindung aus. „Wie es dann weitergehen soll, kann niemand sagen“, sagt Maximilian Ardelt, erster Vorsitzender des nach seinen Angaben rund 500 Mitglieder zählenden Vereins „Schöner zum See“.

Am Donnerstag soll sich der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen. „Wir appellieren daher noch einmal eindringlich an den Stadtrat, endlich ein Gesamtkonzept zur attraktiven Seeanbindung zu erarbeiten“, sagt Ardelt, der selbst für die WPS dem Gremium angehört. Bei einer Pressekonferenz gestern wurde er von 2. Vorsitzendem Dr. Günther Krawitz und Schriftführerin Marion Eisenberger unterstützt.

Ardelt argumentierte, dass bereits vor gut einem Jahr im Stadtrat die Gleisverlegung am Bahnhof See, „das Kernstück des Bahnvertrages“, endgültig zu den Akten gelegt worden sei. Den Ausschlag dafür hatten damals die prognostizierten Kosten von rund 115 Millionen Euro gegeben, die die Stadt hätte schultern müssen. Seitdem sei aber nichts passiert. „Es gibt nach wie vor keine Idee, wie sich das Areal in Zukunft entwickeln soll“, sagte Ardelt. Selbst die CSU habe zwischenzeitlich eingeräumt, dass die Gleisverlegung nicht finanzierbar sei (wir berichteten). „Ich habe als CSU-Mitglied versucht, mit dem Ortsvorsitzenden und Stadtrat Stefan Frey darüber ins Gespräch zu kommen – vergebens“, sagte Vize-Chef Krawitz.

Der Verein hat sogar einen Forderungskatalog erarbeitet, an dem sich die Stadträte orientieren sollen, wie Ardelt fordert. „Die verschiedenen Stadtratsfraktionen sollen umgehend ihre Ziele und Eckpunkte einer Neugestaltung der Schokoladenseite Starnbergs bei unveränderter Gleislage der Haupttrassen klären und schlüssig formulieren“, lautet Punkt eins. Diese Forderungen sollten anschließend „in einem konstruktiven Meinungsbildungsprozess gemeinsam mit Stadtverwaltung und unter Einbeziehung der Bürger zu einem möglichst einvernehmlichen Vorschlag der Stadt gebündelt werden“. Anschließend „sollte dieser Vorschlag Grundlage von Gesprächen mit der Bahn unter Einbeziehung des bayerischen Verkehrsministeriums sein“. Und das „vor irgendwelchen juristischen Streitereien über alte Bahnverträge mit dem Ziel der Erarbeitung eines gemeinsamen konkreten Gesamtkonzeptes“.

Die Bahn selbst, das betonten Ardelt und Krawitz gestern immer wieder, habe erhebliches Interesse an einer einvernehmlichen Lösung, um den heute desaströsen Zustand des Bahnhofs und seines Umfelds zu verbessern: „Das wurde uns immer wieder bestätigt. Mit dem umgestalteten Bahnhof könnte die Bahn dann sogar werben.“

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