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Dominanz nach Belieben: Lea Voigt und Justus Ernst vom Herrschinger Segelclub holten sich bei den 29ern den Sieg.

Segeln

„Die schönste Regatta aller Zeiten“

Die Organisatoren der Bayerischen Jugendwoche ernten viel Lob. Der Deutsche Touring Yacht-Club räumte in Starnberg ab.

Starnberg – Solche E-Mails bekommt man gerne: „Es war die schönste Regatta, an der ich je teilgenommen habe“, ließ Vincent Bahr den Veranstaltern der Bayerischen Jugendwoche (BJW) über seine Mutter Peggy ausrichten. Die Regatta ließ nicht nur das Herz des Berliners höherschlagen, der bei den 420ern zusammen mit Lars Kleinwächter Dritter wurde. Auch die übrigen 228 Segler waren begeistert von der perfekten Organisation, die der Segel-Club Würmsee, der Münchner Yacht-Club und der Bayerische Yacht-Club wieder einmal geleistet hatten. „Wir haben viel positives Feedback bekommen“, berichtete Leopold Lindner. „Alle waren glücklich.“ Dafür haben der Vorsitzende der Jugend- und Junioren-Abteilung des BYC und sein Team sowie die beiden anderen Klubs vier Tage lang fleißig geschuftet.

Die Stimmung hätte auch kippen können, weil die Bedingungen am Starnberger See nicht perfekt waren. Am Donnerstag kam keine einzige Wettfahrt zustande, am Freitag machte der böige Wind allen Seglern kräftig zu schaffen. Am Samstag war dann wieder frei, und am Sonntag kamen immerhin noch zwei Wettfahrten zur Wertung hinzu. „Es hätte ein bisschen mehr Wind sein können“, gab Lindner zu. Aber auch für die Flautentage waren die Klubs bestens gerüstet. Vor dem MYC schwamm wieder der obligatorische Eisberg, der die Optimisten zum feucht-fröhlichen Gipfelsturm mit anschließendem Bad im Starnberger See ermutigte. Als absolutes Spektakel erwies sich jedoch das Bobby-Car-Rennen von der Anhöhe des Klubheims hinunter zum Hafen. Langeweile kam da trotz der Zwangspausen keine auf.

Allerdings wollten die Kinder und Jugendlichen nicht nur die letzten Ferientage genießen, sondern auch sportliche Erfolge feiern. Dass der Baden-Württembergische Segler-Verband seine Flotte nach Starnberg entsandt hatte, machte die Wettfahrten spannender als in den vergangenen Jahren. „Die Konkurrenz war viel stärker“, sagte Ilja Wolff. „Es war ein Toptraining für das kommende Wochenende.“ Da erhofft sich der Manager und Trainer des BYC, dass seine 420er bei der Ausscheidung zur Weltmeisterschaft etwas mehr vom Glück begünstigt sind. Sophie Steinlein und Oda Hausmann wurden bei der BJW zwar Vizemeister und avancierten zum besten Boot bei den Mädchen. Aber Kristian Lenkmann und Philip Hall fielen am letzten Regattatag noch raus aus den Medaillenrängen und wurden Vierte. Den Sieg holten sich vollkommen verdient und überlegen Jonathan Steidle und Leonardo Honold aus Überlingen.

Während in diesem Jahr kein Titel an den BYC ging, kamen sie in Tutzing gar nicht mehr aus dem Feiern heraus. Justus Ernst vom Deutschen Touring Yacht-Club und seine Steuerfrau Lea Voigt vom Herrschinger Segelclub beherrschten die Konkurrenz im 29er nach Belieben und holten souverän den Titel. Die zweite Goldmedaille für den DTYC steuerte Moritz Wagner bei, der sich im Opti hauchdünn gegen Severin Gericke vom Tegernsee und Benedikt Knapp aus Seeshaupt durchsetzte. Als Vierte verpasste Luna von Weidenbach schon deutlich das Podium. Die Skipperin aus dem BYC zog sich als bestes Mädchen unter den 57 Teilnehmern jedoch glänzend aus der Affäre.

Nichts zu bestellen hatten die Segler aus dem Freistaat im Laser 4.7, wo ausschließlich die Jugendlichen aus Baden-Württemberg vom Podium grüßten. Im Laser Radial trugen Julian und Christin Hoffmann aus Immenstadt ihre eigene Familienmeisterschaft aus. Der Bruder, der auch der Junioren-Nationalmannschaft angehört, stellte mit sechs Tagessiegen in sechs Rennen eine perfekte Serie auf. Für seine Schwester lief es nicht ganz so optimal, aber es reichte, um die Kontrahenten klar auf Distanz zu halten. Der Sieg im Europe ging wieder ins Ländle. Auch Viola Loos aus Stuttgart konnte sich überlegen behaupten. Aus Bayern waren in dieser Klasse nur zwei Segler am Start. Die kamen aus Immenstadt und verkauften sich hervorragend. Ella Spannagel etwa gewann Silber.

von Christian Heinrich

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