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Gruppenbilder der Sparer: Vertreter der Unternehmen aus dem Landkreis Starnberg mit Vizelandrat Georg Scheitz in der Mitte.

Energiewende

Schon eine kleine Idee spart Geld 

Landkreis – Fünf Landkreis-Unternehmen waren bei Ökoprofit Energie dabei. Die neue Runde startet ab Herbst.

Zur Beratungsreihe „Ökoprofit“ wurde jetzt eine neue Variante hinzugefügt. Beim „Ökoprofit Energie“ geht es darum, Betriebe energetisch zu optimieren und so nicht nur Strom, Öl und Gas einzusparen, sondern auch die Kohlendioxidemissionen zu verringern und – nicht zuletzt – die Energiekosten im Unternehmen zu senken. 2,5 Millionen Kilowattstunden Energie wurden so gespart, sieben Unternehmen aus den Landkreisen Starnberg und Weilheim-Schongau machten beim ersten „Ökoprofit Energie“ mit. Die Teilnehmer der ersten Runde wurden zum Beleg ihres Erfolgs Urkunden verliehen. 

Einsparung von 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom

Dass es sich auch finanziell lohnt, bestätigten die teilnehmenden Unternehmen. So hat die Marianne-Strauß-Klinik in Kempfenhausen, die schon viermal bei „Ökoprofit“ mitgemacht hat, bisher 600 000 Euro investiert und dabei über eine Million Euro eingespart. Ein Blockheizkraftwerk und die thermische Nutzung von Sonnenenergie sind mit verantwortlich für das gute Ergebnis. Auch beim Verband Wohnen im Landkreis Starnberg und beim Klinikum Penzberg sind es Blockheizkraftwerke, die zur Einsparung beitragen. 

Bei der Ruag Aerospace in Oberpfaffenhofen reduzierte eine Umstellung der Hallenbeleuchtung den Stromverbrauch, und Reichhart Logistik aus Gilching spart Treibstoff, nachdem die Mitarbeiter ein Spritspartraining absolviert haben. Bei der Firma Heine Optotechnik in Herrsching hat allein die Verhaltensänderung bei der Nutzung von Energie ohne große Investition zu Einsparungen geführt. Insgesamt sparen die sieben Unternehmen laut Abschlussbericht jährlich gut 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom ein. Hinzu kommt eine Energieeinsparung bei Erdgas, Dieselkraftstoff und Benzin in Höhe von über 900 000 Kilowattstunden. 

Weilheims Landrätin Andrea Jochner-Weiß: "Das schmerzt"

Damit werden jedes Jahr über 1100 Tonnen Kohlendioxid weniger produziert. Wichtig ist auch der finanzielle Faktor. Die Unternehmen sparen jedes Jahr gut 300 000 Euro an Energiekosten. Ein Drittel der Einsparungen wurden allein durch Nutzungsänderung, also ohne Investition, erreicht, für das zweite Drittel mussten Investitionen vorgenommen werden, die sich innerhalb von drei Jahren amortisieren und nur für das letzte Drittel ist die Amortisationszeit länger als drei Jahre. Alle Firmen aus der Einsteigerrunde sparten aber nicht nur Kosten ein, sondern integrieren zudem ein effektives Energiemanagementsystem in ihren betrieblichen Ablauf. Auch damit verbessern die teilnehmenden Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit und leisten zudem auch einen bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Region, bilanzierte der Landkreis Starnberg per Pressemitteilung. 

Es gibt aber auch handfeste andere Gründe für Firmen, sich zu beteiligen: „Neben Energie- und Kosteneinsparungen können viele Unternehmen damit gleichzeitig Ihre gesetzliche Verpflichtung zur Einführung eines Energieaudits relativ einfach erfüllen“, so Umweltberater Herbert Schwarz, der Ökoprofit für den Landkreis betreut. „Denn wir wissen, dass die zuständigen Behörden bereits stichprobenartig kontrollieren und erste Bußgelder verhängen.“ Der stellvertretende Landrat Georg Scheitz meinte zur räumlichen Verteilung der sieben teilnehmenden Unternehmen: „Ich bin stolz, dass fünf aus Starnberg sind.“ Weilheims Landrätin Andrea Jochner-Weiß kommentierte dies: „Das schmerzt."

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