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Um die Beziehung zwischen den Geschlechtern drehte sich das Schwarzlichttheater in der Starnberger Schlossberghalle. Im abgedunkelten Raum bewegten unsichtbare Hände Gegenstände, die vom Neonlicht angestrahlt wurden. 

Programm „Liebe & Paare“

Schwarzlichttheater: So war die Aufführung in der Starnberger Schlossberghalle

Unsichtbare Hände bewegen scheinbar schwebende Gegenstände: Ein Schwarzlichttheater bekommt man nicht oft zu sehen. So war die Aufführung in Starnberg.

Starnberg – Schwebende Tücher, Friedenspfeifen, Lassos, fliegende Schuhe, Tische und Teekännchen: Solch außergewöhnliche, abstrahierte Traumbilder bekam das Publikum am Wochenende in der Starnberger Schlossberghalle zu sehen. Es waren ja auch außergewöhnliche Aufführungen: Das Schwarzlichttheater von Renate Heid und Kalle Schmitz präsentierte sein neues Programm „Liebe & Paare“.

Seit 22 Jahren agiert Renate Heid mit ihren Mitspielern im Dunkeln. Damals hatte sie mit Barbara Pfaffinger ein Schwarzlicht-Ensemble gegründet, das seitdem regelmäßig die Zuschauer begeistert und das seinen Zauber aus der flügelleichten Unbeschwertheit der agierenden Figuren entwickelt. Denn bei der „Laterna Obscura“, wie diese Form des Theaters ursprünglich hieß, führen im völlig abgedunkelten Raum auf schwarzer Bühne unsichtbare Hände die mit UV-Licht angestrahlten Gegenstände und Personen. Bunt leuchtend schweben sie scheinbar schwerelos über die Bühne. Darin liegt der Zauber dieses Theaters. „Das Schwierigste beim Schwarzlichttheater ist, das richtige Gefühl für Rhythmik und Bewegung zu entwickeln“, erzählt die Theaterleiterin nach der Vorstellung. Ihre Truppe schaffte das.

Von Adam und Eva bis zum Paar der Zukunft

Inhaltlich widmet sich die neue Inszenierung voll der Liebe. Erzählt werden zehn Paargeschichten von A bis Z, von Adam und Eva bis zum Paar der Zukunft. Dazwischen geben sich acht weitere Liebende ein Stelldichein. Ausgewählt wurden Paare aus Geschichte und Literatur – Romeo und Julia, aber auch die Schöne und das Biest, Tarzan und Jane. Papageno und Papagena schweben als bunte Vögel über die Bühne, eine Indianerfeder und ein Cowboyhut stellen Winnetou und Old Shatterhand dar, kein Liebespaar zwar, aber doch dicke Freunde und tauglich für eindrückliche Lichtbilder von ihrem Ritt durch die Prärie.

In die abstrahierten Traumbilder ließ sich das Publikum in der Schlossberghalle gerne hineinsinken: Die Darsteller erzählten mit minimalistischen Theatermitteln Geschichten und ließen der Fantasie genügend Freiraum zum Träumen. Untermalt wurde die Inszenierung mit Hits aus Klassik und Pop – sie katapultierten die Zuschauer in die Illusion von der Leichtigkeit des Seins hinein. Diesem Zauber konnte sich kaum einer entziehen.

Die Mitwirkenden

Das Theater inszenierten Renate Heid, Veronika Pfefferer-Kraft, Christl Ueckert, Klaudia Ebbers, Eva Horner-Eickel, Antje Kirchert-Hornung, Isabel Streubert, Lydia Kunoth, Stefanie Staudt und als Gast Kalle Schmitz.

Astrid Amelungse-Kurth

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