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Unterspült und dann entwurzelt: Auf dem Gelände der Alten Oberschule in Starnberg kippte am Donnerstagabend ein großer Baum um und traf das Gebäude. Die Feuerwehr sperrte den Bereich am Abend ab, eine Firma beseitigte die Reste dann am Freitag. 

Unwetterschäden

Schwere Gewitter im Kreis Starnberg: Volle Keller und eine Suchaktion auf dem See

  • vonMichael Stürzer
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Mehrere schwere Gewitter haben am Donnerstagabend im Landkreis für 16 Feuerwehreinsätze gesorgt. Betroffen waren vor allem Söcking und Starnberg, aber auch Weßling.

Starnberg– In Wellen zogen die Gewitter von Westen über den Landkreis Starnberg hinweg, nicht überall regnete es gleich stark – in Gilching wenig, am Starnberger See viel. In der Kreisstadt waren es nach Messungen rund 40 Liter, am Nordrand des Landkreises nur sieben. Stellenweise mischten sich auch kleine Hagelkörner zwischen die Regentropfen. Windböen pfiffen mit bis zu 100 km/h übers Land.

Söcking traf es heftig, dort musste die Feuerwehr achtmal ausrücken, um Keller auszupumpen oder umgestürzte Bäume zu beseitigen. Auch waren Fahrbahnen überflutet. In Starnberg waren es sechs Einsätze. Die Unterführung Leutstettener Straße war einmal wieder voll, aber auch jene An den Gruben in Weßling. Beide laufen bei Starkregen schnell voll.

Zu tun hatten auch die Wasserretter. Kurz nach 18 Uhr etwa meldete ein Zeuge am Donnerstagabend, in der Starnberger Bucht sei ein Standup-Paddler unmittelbar vor dem Sturm unterwegs gewesen. Die WasserwachtenStarnberg, Feldafing, Tutzing und Seeburg (Wolfratshausen), Boote der DLRG aus Possenhofen, der Landrettungsdienst und ein Rettungshubschrauber suchten knapp eine Stunde lang im Unwetter, ohne jemanden zu finden. Die Retter gingen danach davon aus, dass es der Paddler selbst an Land geschaffte hatte.

Für dieses sonnige Wochenende mit bis zu 26 Grad sind keine größeren Gewitter absehbar. Nächste Woche wird es aber etwas kühler. 

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