Retter im Dauereinsatz

Schwere Gewitter über Starnberg: Boote und Paddler in Seenot, Bäume stürzen um

Schwere Gewitter ziehen noch bis zum Abend über den Landkreis Starnberg hinweg. Auf dem Starnberger See kamen Wassersportler in Seenot, Bäume stürzten um. 

Update Sonntag, 11 Uhr: Inzwischen sind weitere Einsätze bekannt. So wurde nach dem Unwetter auf dem Pilsensee nach einem Surfer gesucht, der sich jedoch bereits an Land befand. Ein angeblich gekentertes Kanu vor Leoni am Starnberger See stellte sich bei einer Prüfung durch die DLRG als losgerissenes Tretboot heraus. Auf dem Wörthsee gab es hingegen keine Einsätze, weil sich alle Wassersportler rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatten, meldet die dortige Wasserwacht.

Welche Wucht der Hagel hatte, zeigt ein Video der DLRG Pöcking-Starnberg, aufgenommen an deren Station im Badegelände Paradies in Niederpöcking:

Starnberg/Dießen - Ein schweres Gewitter ist am frühen Samstagnachmittag über den Landkreis Starnberg hingezogen. Wie angekündigt, folgen bis in den Abend hinein weitere Gewitterzellen mit Starkregen, teils Hagel (wie in Teilen Starnbergs) und Sturmböen.

Das erste Unwetter zog mit 60 bis 70 km/h Richtung Grünwald über den nördlichen Kreis hinweg und brachte starke Böen und Hagel. Mehrere Bäume stürzten um. Am Ammersee wurden einige Boote losgerissen und trieben ab. Am Starnberger See geriet ein Segelboot vor Feldafing in Not. Mindestens zwei Standup-Paddler mussten gerettet werden, zudem Kanufahrer. Wasserwachten und DLRG waren im Einsatz, ebenso die Wasserschutzpolizei. Über Verletzte lagen am Nachmittag keine Angaben vor.

Das Unwetter gegen 14.30 Uhr hatte sich beinahe wie aus dem Nichts und binnen 15 Minuten über Herrsching gebildet - dort hatte es kaum Auswirkungen - und zog schnell nach Osten zwischen Starnberg und Gauting ab. Unterwegs gewann es nach Daten der Seite kachelmannwetter.de an Stärke - über Starnberg hagelte es leicht, über Grünwald schon stark. Über dem Kreis gab es binnen zehn Minuten mehr als 200 Blitze. Die Unwetterwarnungen gelten noch bis mindestens 20 Uhr. 

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Rubriklistenbild: © Juergen Roemmler firedoku

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