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Abkühlung im Brunnen auf dem Kirchplatz: Giulia, Emily, Amy und David (v.l.) planschen im Wasser.

Marktsonntag in Starnberg

Schwitzen, schauen, kaufen

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Verschwitzt, aber glücklich: So war die Stimmung der Organisatoren des Marktsonntags in Starnberg. Trotz der Hitze flanierten die Besucher durch die für Autos gesperrte Innenstadt.

Starnberg – Ohne Autos herrscht eine ganz andere Atmosphäre in der Stadt. Und das Einkaufserlebnis ist ein anderes. Die Musik des Duos „Two of us“ ist die ganze Maximilianstraße entlang zu hören. Entspannte Oldies, die die Stimmung perfekt unterstreichen: „Seems it never rains in Southern California“, singt Carola Palm und ihr Partner Sigi Speyerer ergänzt: „In Starnberg auch nicht.“ Denn die Sonne strahlt, und Gerald Funk von der Cityinitiative strahlt während seines Rundgangs durch die Innenstadt genauso. „Wir haben Glück mit dem Wetter“, sagt er. „Fast zu viel Glück. Aber: Die Leute flanieren, das ist toll.“

Der Strom der Menschen auf Maximilianstraße, Tutzinger-Hof-Platz, Josef-Jägerhuber-Straße und Wittelsbacherstraße ist am Nachmittag stetig und ohne Lücken. Väter und Mütter stehen am Doppel-Bungee-Trampolin beim SMS und warten, dass sich der Nachwuchs ausgetobt hat – das Geheimnis eines jeden Marktsonntags: Wenn die Kinder Freude haben, kommen die Eltern gerne. Der siebenjährige Johann aus Weßling hat Spaß: Er steigt mit glänzenden Augen vom Trampolin herab. „Das war super“, sagt er. 

Die Maximilianstraße entlang stehen Stände mit Trödel und klassischer Flohmarkt-Ware. Sieglinde Millich und Rita Müller schauen sich die farbenfrohen Secondhand-Kleider von Sigrid Listander aus Peißenberg an. Daneben preist Hans-Jürgen Zwack aus Trudering seine gebrauchten Lederhosen an: „Aus Wolpertingerleder“, verspricht er.

Die südliche Maximilianstraße ist wie leergefegt – die Menschen biegen vorher ab Richtung Kirchplatz, wo der letzte Tag der Französischen Woche stattfindet. Mit Erfolg: Es wird gegessen und getrunken, zur Abkühlung hängen Kinder und Erwachsene die Füße in den Springbrunnen. Ralf Mansour-Agather von der Arbeitsgemeinschaft Französische Woche ist höchst zufrieden mit dem Verlauf des Fests: „Wir haben 120 Biergartengarnituren, die waren abends immer voll.“ 

Die Feuerwehr ist auch dabei: „Wir nutzen den Marktsonntag zur Nachwuchswerbung“, erklärt Oliver Schwab. Seine jungen Kollegen von der Jugendfeuerwehr betreuen die Interessierten und zeigen, wie man einen Schlauch wirft. Philipp (4) und sein Bruder Max (7) üben begeistert, Lorenz und Samuel (beide 13) von der Jugendfeuerwehr rollen klaglos den Schlauch immer wieder auf.

Weiter nördlich am Tutzinger-Hof-Platz gibt es Ponys und Pommes. Vertreter des Pöckinger Reitstalls bietet eine Runde Ponyreiten für Kinder an. Das neue Hamburgerlokal beherrscht die Szene. und die Luft – es riecht nach Bratfett. Nachbar Christoph Klöpfer stört sich daran überhaupt nicht. Er freut sich über das gute Geschäft, das er schon gemacht hat. Auch dank des Burgertempels: „Das Lokal belebt den Platz, das sorgt für Frequenz.“

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