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See, Berge, Bahnhof - Starnbergs Probleme mit dem Bahnhof lassen nicht nach. Die Bahn hat Klage eingereicht. 

Bahn macht Ankündigung wahr

170-Millionen-Klage gegen Stadt eingegangen

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Die Deutsche Bahn AG hat ihre Ankündigung wahr gemacht und Klage gegen die Stadt Starnberg eingereicht. Der Konzern will 170 Millionen Euro. 

Starnberg – Die Schadenersatzklage der Deutschen Bahn gegen die Stadt Starnberg ist bei Gericht eingegangen. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag auf Anfrage des Starnberger Merkur. „Wir haben die Klage eingereicht, um einer Verjährung vorzubeugen“, sagte er. Der Stadt sei die Klage am 8. Januar, also am vergangenen Mittwoch, zugestellt worden, erklärte derweil Rathaussprecherin Lena Choi.

Wie berichtet, hatte die Bahn der Stadt eine Frist bis zum 13. Dezember vergangenen Jahres eingeräumt, um eine Summe von 170 436 794,46 Euro zu zahlen. In diesen Betrag rechnet das Unternehmen die einst geschätzten Kosten des Bahnhofsumbaus am See im Rahmen der so genannten Seeanbindung mit Gleisverlegung ein – plus einen seinerzeit vertraglich vereinbarten Planungsgewinn durch Immobilienverkäufe. Hinzu kommen weitere Positionen, etwa Verwaltungskosten.

Mehrheit glaubt, Prozess abwenden zu können

„Die Verwaltung steht derzeit in Abstimmung mit dem vom Stadtrat mandatierten Rechtsanwalt Dr. Böck, um die Befassung des Stadtrates vorzubereiten“, teilte Choi mit. Böck hatte voriges Jahr gelassen auf die Klageandrohung der Bahn reagiert und sogar geraten, es darauf ankommen zu lassen. Nur so lasse sich klären, welche Ansprüche wirklich realistisch sind, sagte WPS-Stadtrat Maximilian Ardelt zu dieser Strategie. Eine Mehrheit des Stadtrats hatte dagegen versucht, durch weitere Gespräche die Klage abzuwenden.

Dass es noch zu einer außergerichtlichen Einigung kommen kann, halten die Beteiligten nach wie vor für möglich. Sollten sich der Stadt Starnberg neue Möglichkeiten zur Finanzierung auftun, etwa durch Förderprogramme, sei die Bahn „interessiert, diese Lösung umzusetzen und die Klage nicht fortzuführen“, sagte der Unternehmenssprecher. Ein weiteres Gesprächsangebot an die Vertreter der Bahngesellschaften sei noch im Dezember übermittelt worden, erklärte Lena Choi. 

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